24h von Bernau 2011 |
|||||||||||||||||||||||
| Datum: | 10./11. September 2011 | Strecke: | 1,616 km Rundkurs über 24 Stunden | ||||||||||||||||||||
| Ort: | Bernau | weitere Strecken: | |||||||||||||||||||||
| Internetadresse: | |||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||
| |
|||||||||||||||||||||||
|
Die Veranstalter laden zur 8. Auflage der 24-Stunden von Bernau am 10./11. September 2011 ein. Nach 5 Jahren sind die Dresdner Durchläufer wieder mit einem Team dabei. Am kommenden Wochenende wird sich der Bernauer Stadtpark wieder für einen Tag und eine Nacht in ein belebtes Läuferlager verwandeln. Auf romantischen Pfaden entlang der Stadtparkanlage wird sich uns ein reizvoller Rundkurs bieten – so verspricht es der Veranstalter. Der Rundkurs (1.615,577 m) mit einem Höhenunterschied von ca. 8 m, führt durch den Stadtpark und die Wallanlage, entlang der mittelalterlichen Stadtmauer auf Asphalt und festen Wegen. Das Lauffieber hat uns ergriffen und so werden wir: Andrea, André, Stefan und Werner unser Bestes geben. 24h werden wir als 4er Staffel Mannschaftsgeist unter Beweis stellen, der von Teamgeist, Taktik, aber auch von gemeinsamen Erlebnissen geprägt sein wird. Dabei soll auch Spaß und geselliges Zusammensein nicht zu kurz kommen. Start: Samstag 14:00 Uhr Drückt uns die Daumen! Danke.
Ein Bericht von Stefan, ergänzt von Andrea, André und Werner 24-Stunden-Lauf in BernauNachdem
es mir 2006 leider nicht möglich war, den 24 Stunden-Lauf von Bernau innerhalb
einer 4er Staffel zu absolvieren, sollte es 2011 nun endlich klappen! Da in Bernau nach jeder Runde (1.616 m) gewechselt werden muss, entschieden wir uns im Vorfeld zur „Pärchenbildung“. Andrea/Andre` und Werner/Stefan. Wir vereinbarten für den Anfang einen Wechsel nach drei Stunden. Dies probten wir im Großen Garten. Laufmäßig waren daher lange, langsame Läufe angesagt. Jeder bereitete sich individuell vor. Ab und zu gelang es uns auch gemeinsam zu laufen. Mit Andrea waren mir auch Doppeleinheiten vergönnt. D. h. Samstag früh 2h und am Nachmittag noch einmal 2h. Die Spannung stieg und die Flure unserer Wohnungen sahen aus wie das Basislager einer Himalaya-Expedition. Geplant war, am Freitag nur mit Andrea ihrem Wagen zu fahren, doch es stellte sich bald heraus: Unmöglich. Also noch schnell „Erwin“ (mein Auto) gepackt. Nun bekamen wir alles weg und mit zwei Autos waren wir um 18:00 Uhr im Stadtpark von Bernau. Das „Vorauskommando“ bestand aus Andrea, André und mir. Ziel war es, unseren Standort so zu wählen, dass dieser in der Nähe der Wechselzone war. Merke: Je länger der Wettkampf, desto schwerer werden die Beine! Wir fanden einen prima Platz, direkt an der Laufstrecke und in der Nähe zu Start/Ziel sowie zu den sanitären Einrichtungen. Dann bauten wir alle 4 Zelte auf (2 kl. für Schlafpausen, 1 Mannschaftszelt, 1 Massagezelt). Anschließend Abendessen im Steakhaus und danach ab in den Schlafsack. Samstagvormittag angespanntes Warten auf unsere Betreuer und Werner. Das Wetter spielte mit und die Sonne blinzelte ab und zu hervor. Wir beschlossen eine erste Streckenbesichtigung. Die Beschreibung des Veranstalters war treffend. Ein schöner, abwechslungsreicher Rundkurs. Wir richteten uns gemeinsam weiter ein. Andrea übereichte jedem ein kleines Präsent. Danke dafür. Dann „schworen“ wir uns ein und warteten auf den Startschuss um 14.00 Uhr. Beim 24-Stundenlauf in Bernau werden verschiedene Distanzen angeboten: „Schnupperlauf“ über 6 Stunden, 24h Einzel und die Staffeln (2-4, 5-10, 11-50 Pers.). Dabei sind die 6 Stundenläufer klar in der Überzahl. Das Teilnehmerfeld lichtete sich nach 20 Uhr daher merklich. Wir starteten in der Kategorie: „Männerteam“. Andrea lief die erste Runde. André wartete im Wechselbereich, während Werner und ich unsere „Ruhezone“ aufsuchten. Wir waren ja erst um 17:00 Uhr das erste Mal dran. Andrea: Ich lief viel zu schnell los. Ließ mich viel zu sehr von den Schnellen anstecken. Wechsel auf André. Erste Rundenkarte holen und gegenüber wieder abgeben. Ich blieb gleich im Wechselbereich, um André nicht zu verpassen. Und da war er auch schon. Wir pendelten uns auf unsere Rundenzeiten ein und liefen ziemlich entspannt unsere ersten 3h ab. Dann Wechsel auf Stefan und Werner. 17:00 Uhr. Meine erste Runde. Es waren zwei kleine Hügel dabei und ich nahm mir vor, diese immer zu laufen (hat auch geklappt!) Das ausfüllen, stecken und abholen der Rundenkarten wurde Routine und um 20:00 Uhr war unser erster Block geschafft! Prima. Pause! Andrea: In der Zwischenzeit gönnten André und ich uns eine Dusche und relaxten in der Sonne. Ich ließ mich von Tell mit einer traumhaften Massage in die völlige Entspannung bringen. Danach dachte ich, ich könnte fliegen, so leicht und entspannt fühlten sich meine Beine an. 20 Uhr ging’s für uns wieder auf Strecke. Eigentlich wollten wir den zweiten 3h-Block ruhiger angehen. Beim Blick auf die Rundenzeiten der anderen Männermannschaften packte uns allerdings der Ehrgeiz und wir blieben bei unseren eingespielten Rundenzeiten. Und kaum zu glauben: Wir hatten unseren Spaß! Nach 3 Stunden hatten wir wieder 3 Runden auf die anderen aufgeholt. Zufrieden wechselten wir auf Stefan und Werner. 23:00 Uhr. Beginn zweiter Block. Werner und ich pendelten uns bei ca. 9-10 min je Runde ein. Ich trank ausreichend und vergas dabei das Essen nicht. In der Wechselzone war dazu direkt ein Verpflegungsstand eingerichtet. Perfekt! Andrea: Während dieser Zeit genossen wir eine warme Dusche. Ich bezog sofort mein Schlaflager, während André einfach nur relaxte. Um 1:20 Uhr wurde ich von Tell geweckt und mit einem frisch gebrühten Kaffe wieder ins Hier und Jetzt gebracht. Danach ging’s wieder in Richtung Wechselzone – wir lösten Stefan und Werner ab. Nach Ende unserer zweiten Einheit nachts um 02:00 Uhr war ich nur noch müde. Ich kroch ins Auto und schlief sofort ein. Da die Betreuer auch schliefen, hatte ich mit Werner vereinbart: Wecken um 4:30 Uhr. Ich benötige nach solchen Aktionen schon ein bischen mehr Zeit. Werner klopfte aber erst 04:40 Uhr, so dass es dann etwas schneller gehen musste. Werner: Das war alles halb so tragisch, Stefan hat ein bischen divenhaft rumgezuckt, sich dann aber bald wieder beruhigt… Wir
waren dennoch pünktlich, um Andrea und André 05:00 Uhr abzulösen. Die beiden
liefen wie Uhrwerke! Permanente Rundenzeiten zwischen 7-8 Minuten. Respekt euch
beiden. Die
ersten beiden Runden spürte ich noch meine Beine, aber mit jeder Runde wurde es
besser. Die Kirchturmuhr schlug 05:30 Uhr als es zu dämmern begann. Die Vögel
zwitscherten und von neuer Energie getragen liefen wir in den Tag. Mittlerweile
kannte man die 24h-Läufer und bewunderte deren Leistung. Helmut, rechter
Unterschenkel amputiert und mit Prothese 24h gehend, 71 km! Oder Gabi, die bei ihrem
ersten 24h-Lauf 130 km absolvierte. Hajo Palm (M 60) spulte 112 Runden ab und
lief damit 182 km. Hochachtung und Respekt vor der Leistung aller 24h-Läuferinnen
und -Läufer. Um
08:00 Uhr hatten wir auch unseren dritten Block geschafft und freuten uns auf
das Frühstück. Nach dem Duschen saßen wir dann zusammen im Freien und sahen Andrea
und Andrè beim „Runden drehen“ zu. Abgerundet
wurde die Pause durch eine individuelle Massage von Tell. Das war suuuuuper
schön und tat unheimlich gut. Hier die wichtigsten Ergebnisse: 6h
Lauf – Siegerin: 63,153 km Andrea: Wir sind alle sehr zufrieden mit unseren Leistungen und hatten trotz Anstrengung auch viel Spaß. Es gibt bereits erste Überlegungen für einen weiteren Start im nächsten Jahr. J André: Für mich war dieser Wettkampf eine gelungen letzte Herausforderung bevor ich mich nun vorrangig der Kinderbetreuung widme und das Laufen etwas hinten anstellen werde. Stefan: Eine sehr, sehr schöne Laufveranstaltung, mit für mich nur positiven Erinnerungen. Perfekt organisiert. Unsere Taktik mit den 3h-Blöcken war perfekt. Ich weiß nicht, ob ich einen permanenten Wechsel über 24h überhaupt durchgestanden hätte! Mein persönlicher Dank geht an meine Mitläufer: Andrea, André und Werner. Es war Klasse mit euch und hat riesig Spaß gemacht! Falls es André gelingen sollte eine „schnelle“ 4er Durchläufermannschaft zusammenzustellen, fungiere ich gerne als Betreuer! Unser gemeinsamer Dank gilt: Unseren
Betreuern Simone, Max und Tell. Epilog: Natürlich fiel in dieser Zeit auch der ein oder andere Spruch. Auszüge: Samstag
10:20 Uhr: Streckenbegehung. Die Strecke ist doch ziemlich kurz. |
|||||||||||||||||||||||