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Die 2. Windstopper Trailrun
Worldmasters 2010 waren mein erster Mehrtageswettkampf und zugleich meine ersten wirklichen Trail-Läufe.
Neugierig geworden durch die Berichte von Andrea und Tilo, die bereits 2009 daran teilgenommen hatten, und durch das durchweg positive
Echo in diversen Laufzeitschriften auf die Premierenveranstaltung 2009
entschloss ich mich, Anfang Oktober 2010 - auf den hilfreichen Anstoß Andrea's,
doch den guten Schwung vom Berlin-Marathon auszunutzen, spontan zur Anmeldung
für die 2. Windstopper Trailrun Worldmasters. Je näher der Tag X rückte, desto
spürbarer stieg die Nervosität und Anspannung in mir hoch. Am Freitag, den
05.11.2010 traten wir morgens gegen 7:30 Uhr gemeinsam die Anreise nach
Dortmund an. Gegen 13:00 Uhr holten wir die Startunterlagen im Phoenix-Gelände
(dem Start - und Zielpunkt aller anstehenden Läufe) ab. Anschließend Einchecken
in dem in der Nähe gelegen Hotel, bisschen erholen, Laufklamotten anziehen und
wieder zurück zum Phoenix-Gelände.
Ab 15:00 Uhr Einzelstart der Teilnehmer im
20-Sekunden-Abstand zum "Prolog" (5 km - Sprint über "Stock und
Stein" u.a. über Treppen auf und ab durch einen stillgelegten Hochofen,
schlammige Hügel hinauf (mit Seil als Aufstiegshilfe) und hinab, über morastige
Wiesen und Äcker und durch leer stehende ehemalige Werkshallen). Als ich um
15:33 an der Reihe war, hatte bereits Dauerregen eingesetzt. Tilo und Andrea
waren bereits unterwegs. Gute 29 Minuten später hatte ich meine erste Etappe
geschafft.
Am 06.11.2010 dann um 11:00 Uhr gemeinsamer Start aller Teilnehmer
zum Ruhrklippen-Trail (ca. 36 km und offiziell 684 Höhenmeter - gefühlte
1000 Höhenmeter und nach Andreas´ und meiner Pulsuhr gemessene 930 Höhenmeter,
die herrschende Meinung in der Herrenumkleide lag zwischen 920 und 980
Höhenmetern - worüber Tilo nur schmunzeln konnte). Der Ruhrklippen-Trail: ein
Traum aus Wald, Anstiegen, Abstiegen, schlammigen, glitschigen Pfaden und
Treppenstufen. Eine halbe Stunde vor dem Start hörte der Regen auf. Es hatte
die ganze Nacht durchgeregnet - entsprechend aufgeweicht waren große Teile der
Strecke. Anfangs versuchte ich noch - typisch Straßenläufer ohne Trailerfahrung
- den schlimmsten Schlammlöchern auszuweichen, wenig später ging’s dann
knöcheltief mittendurch - egal wie. Nach 4:33:29 überquerte ich erschöpft aber
glücklich die Ziellinie. Andrea und Tilo erwarteten mich - wie am Tag
davor und danach - bereits im Zielbereich und besorgten mir köstlichen (warmem)
Gemüsereis und was zu trinken - vielen Dank nochmal an Euch beide! Meine Schuhe
und Kniestümpfe waren ein einziges braunes, schlammige Etwas. Die
kniehohe Schuh- und Unterschenkelwaschanlage war genau das Richtige um
Abhilfe zu schaffen. Allerdings wurde mich danach klar, dass ich auch mein
anderes Paar Laufschuhe, das ich für den nächsten Tag vorgesehen hatte, nach
dem Lauf wohl nicht mehr für die Heimreise werde tragen könne. Andere Schuhe
hatte ich jedoch nicht mitgenommen. Dies war mir willkommener Anlass, auf der
Messe gleich noch ein Paar neue Trailschuhe als angemessene Belohnung zu kaufen.
Abends gab´s dann - wie schon am Tag zuvor - für alle Teilnehmer gemeinsames
Büffet (reichlich, sehr köstlich und auch für Vegetarier genügend dabei).
Anrührender Höhepunkt der Abende: die Bilder des Tages und das Video des Tages
und natürlich die Siegerehrungen. Am 05.11. außerdem: Lesung Achim Achilles!
Am 07.11. schließlich der Tag der Wahrheit: nochmal 21,6 km und ca.300
Höhenmeter (Bittermark-Run). Meine Sorgen und Befürchtungen vom Abend des
06.11. haben sich am 07.11. glücklicherweise als unbegründet erwiesen. Mit
erstaunlich aufrechtem und geschmeidigem Gang gelang es mir schon im Hotel, das
Frühstücksbüffet zu erreichen. Tilo und Andrea waren - wie von mir erwartet -
ohnehin in ausgezeichneter Verfassung. Auch auf der Strecke hatte ich keine
Probleme - eine angenehme und schöne Erfahrung. Nach 2:29:33 erreichte ich -
stolz und glücklich - das Ziel. Dan noch schnell duschen und zurück in die
Phoenix-Halle zum Essen und zur Siegerehrung sowie den letzten Bildern des
Tages. Dann die Heimreise (mit supertollen neuen Trailschuhen an den Füssen).
Vielen Dank Tilo für Fahren!
Fazit:
Eine gelungene, sehr gut organisierte und betreute Veranstaltung mit toller Atmosphäre.
Großes Lob und vielen Dank auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer an der
Strecke. Das war bestimmt nicht das letzte Mal für mich. Ich komme wieder!
Zusatz von Tilo
Das ehemalige DSF jetzt sport1 zeigt am 27.11.2010 um 09:15 Uhr einen Bericht von dem Event.
Wer den verpasst oder da keine zeit zum Fernsehen hat, der kann sich unter diesem Link einen ca. 3 minütigen gut gemachten Film anschauen. Übrigens ist diese Seite (Gripmastertrail) sehr gut gemacht, mit gaaaanz vielen Bildern, Berichten und Filmen), so richtig zum Stöbern und wieder Lust kriegen, wenn draußen Schmuddelwetter ist. Quasi ein Muß für alle die nicht nur auf Asphaltstraßen unterwegs sind.
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