Senftenberger Triathlon 2010

   
Datum: 01.08.2010 Strecke: 750m - 22km - 5km
Ort: Oberkoschen weitere Strecken: keine
Internetadresse:

http://www.tri-team-sfb.de

   

Art des Laufes:    

Besonderheiten/ Kommentare:

Anspruch: anspruchsvoll durch die Radstrecke  

 

 

Stimmung:  
Organisation: dafür, das es der 25. war: mangelhaft
Verpflegung: nicht berauschend
Startgeld: 14€ plus 4€ Nachmeldegebühr
Wetter: sonnig, 29 Grad

Ein Bericht von Petra    

Angekommen

Nachdem ich beim Moritzburger Triathlon aus dem Rennen genommen worden war, weil ich das Zeitlimit nicht geschafft hatte, musste es noch mal sein. Erst wollte ich es auf das nächste Jahr schieben, ich mag beim Laufen keine Sonne und erst recht keine Wärme und davon gab es ja dieses Jahr reichlich, hat sich mein Kopf dann doch anders entschieden.
So fuhren mein Mann und ich nach Oberkoschen an den Senftenberger See. 2 Stunden vorm Start waren wir da, so konnte ich in aller Ruhe mich anmelden und die Wechselzone angucken. Noch war keiner am Strand, das Wasser spiegelglatt. Alles sehr idyllisch!
Die Strecke vom Wasser zur Wechselzone war sehr lang, erst sogar eine Strecke im Sand, dann noch ein Stück bergan, dann immer noch ein Stück bis zur Zeitnahme.
Langsam füllte sich die Wechselzone und auf meine Nachfragen zum Koschenberg kamen schon interessante Antworten, von leichter Hügel bis naja sehr anspruchsvoll !?
Ich beruhigte mich mit den Gedanken, das ich in Moritzburg die doppelte Strecke Radfahren musste, also wirste auch die Hälfte schaffen! Dann 20 Minuten vor Beginn die Einweisung. Neopren für den Volkstriathlon gestattet, aber zu dem Zeitpunkt war es bereits so heiß, das ich Angst hatte, in der Wurstpelle bis zum Start einen Kollaps zu bekommen. Schwimmen war klar, dann 4 Runden Rad, viermal auf den Koschenberg hoch, laufen 2,5 km am See entlang, dann die Wendestelle und wieder zurück. Und dann die Ansage die Laufstrecke liegt in der Sonne!
Nun ging es ziemlich schnell, kurzes Einschwimmen, zurück ans Ufer, Aufstellung im Sand, Startschuß und los ging es. Ich glaube mein Puls schoß gleich ab, rennen im Wasser bis ich endlich soweit drin war, das ich an Schwimmen denken konnte. Im Hinlegen bekam ich von meiner Vordermännin eine vor die Brust getreten. Klasse! Dann los ! Erstmal Brust, beim Wechsel auf Freistil hatte ich das Gefühl es ging nicht so gut und ich verliere Boden, also doch wieder Brust. Nach 15 Minuten stieg ich aus dem Wasser, war zufrieden! Am Rad waren meine Füße immer noch voller Sand. Mist! Kurz mit den Socken drüber gewedelt, aber der Sand klebte direkt am Fuß. Ich zog die Socken einfach drüber! Was einen nicht umbringt, macht einen hart! Nach ca. 100 m Rad kam ein Kreisverkehr mit einem schlafenden Streckenposten. Ich bekam gerade noch die Kurve, um die angegebene Ausfahrt zu nehmen, die Gruppe, die mich gerade überholen wollte nicht mehr. Ich hörte nur noch wie alle Zuschauer schrien, zurück ihr seid verkehrt. Kurz danach eine Gabelung und auch dort machten die 2 Streckenposten einen geruhsamen, gewarnt rief ich schon von weitem, wo lang ?  Voller Adrenalin merkte ich erst in der 3. Runde, wo der oberste Punkt der Koschenberg war.!  In der größten Hitze wechselte ich vom Rad zum Laufen und nahm vorsichtshalber meine Wasserflasche mit auf die Strecke. Ich musste immer wieder gehen, kippte mir Wasser über den Kopf und nach einem reichlichen Kilometer der Getränkepunkt. Jeder Kilometer zog sich hin, dann überholten mich die ersten Profis. 40 Minuten nach uns war der Start der Landesmeisterschaften gewesen.  Und kurz nach der Wende konnte ich endlich auch mal jemanden überholen! Bist also doch nicht die Letzte!  Endlich sah ich den Getränkepunkt vor mir. Mit den Gedanken jetzt sind es nur noch ca. 1,5 km ins Ziel schüttete ich mir den Rest meiner Flasche über den Kopf!  Ja und dann!? War an der Wasserstation das Wasser alle!
Scheinbar noch bei allen Sinnen sprach ich ein fahradfahrendes Ehepaar an, vom Mann bekam ich einen Schluck Tee und die Frau fuhr vor, um an den See ran zukommen und füllte meine Flasche. Vielen Dank noch mal! Es war ein schönes Gefühl das kühle Wasser des Sees mir über zuschütten. Völlig fertig kam ich im Ziel an. War froh es geschafft zu haben und wollte nur noch eins, nach Hause und in einem kühlen Schlafzimmer abmatten.
Trotzdem würde ich in Oberkoschen wieder starten.
Ich habe jedenfalls Blut geleckt und mir noch einen Triathlon ausgesucht.


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