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Angekommen
Nachdem ich beim Moritzburger Triathlon aus dem Rennen
genommen worden war, weil ich das Zeitlimit nicht geschafft hatte, musste es noch
mal sein. Erst wollte ich es auf das nächste Jahr schieben, ich mag beim Laufen
keine Sonne und erst recht keine Wärme und davon gab es ja dieses Jahr
reichlich, hat sich mein Kopf dann doch anders entschieden.
So fuhren mein Mann und ich nach Oberkoschen an den
Senftenberger See. 2 Stunden vorm Start waren wir da, so konnte ich in aller
Ruhe mich anmelden und die Wechselzone angucken. Noch war keiner am Strand, das
Wasser spiegelglatt. Alles sehr idyllisch!
Die Strecke vom Wasser zur Wechselzone war sehr lang, erst
sogar eine Strecke im Sand, dann noch ein Stück bergan, dann immer noch ein
Stück bis zur Zeitnahme.
Langsam füllte sich die Wechselzone und auf meine Nachfragen
zum Koschenberg kamen schon interessante Antworten, von leichter Hügel bis naja
sehr anspruchsvoll !?
Ich beruhigte mich mit den Gedanken, das ich in Moritzburg
die doppelte Strecke Radfahren musste, also wirste auch die Hälfte schaffen!
Dann 20 Minuten vor Beginn die Einweisung. Neopren für den Volkstriathlon
gestattet, aber zu dem Zeitpunkt war es bereits so heiß, das ich Angst hatte,
in der Wurstpelle bis zum Start einen Kollaps zu bekommen. Schwimmen war klar,
dann 4 Runden Rad, viermal auf den Koschenberg hoch, laufen 2,5 km am See
entlang, dann die Wendestelle und wieder zurück. Und dann die Ansage die
Laufstrecke liegt in der Sonne!
Nun ging es ziemlich schnell, kurzes Einschwimmen, zurück
ans Ufer, Aufstellung im Sand, Startschuß und los ging es. Ich glaube mein Puls
schoß gleich ab, rennen im Wasser bis ich endlich soweit drin war, das ich an
Schwimmen denken konnte. Im Hinlegen bekam ich von meiner Vordermännin eine vor
die Brust getreten. Klasse! Dann los ! Erstmal Brust, beim Wechsel auf Freistil
hatte ich das Gefühl es ging nicht so gut und ich verliere Boden, also doch wieder
Brust. Nach 15 Minuten stieg ich aus dem Wasser, war zufrieden! Am Rad waren
meine Füße immer noch voller Sand. Mist! Kurz mit den Socken drüber gewedelt,
aber der Sand klebte direkt am Fuß. Ich zog die Socken einfach drüber! Was
einen nicht umbringt, macht einen hart! Nach ca. 100 m Rad kam ein Kreisverkehr
mit einem schlafenden Streckenposten. Ich bekam gerade noch die Kurve, um die
angegebene Ausfahrt zu nehmen, die Gruppe, die mich gerade überholen wollte
nicht mehr. Ich hörte nur noch wie alle Zuschauer schrien, zurück ihr seid
verkehrt. Kurz danach eine Gabelung und auch dort machten die 2 Streckenposten
einen geruhsamen, gewarnt rief ich schon von weitem, wo lang ? Voller Adrenalin merkte ich erst in der 3. Runde,
wo der oberste Punkt der Koschenberg war.!
In der größten Hitze wechselte ich vom Rad zum Laufen und nahm
vorsichtshalber meine Wasserflasche mit auf die Strecke. Ich musste immer
wieder gehen, kippte mir Wasser über den Kopf und nach einem reichlichen
Kilometer der Getränkepunkt. Jeder Kilometer zog sich hin, dann überholten mich
die ersten Profis. 40 Minuten nach uns war der Start der Landesmeisterschaften
gewesen. Und kurz nach der Wende konnte
ich endlich auch mal jemanden überholen! Bist also doch nicht die Letzte! Endlich sah ich den Getränkepunkt vor mir.
Mit den Gedanken jetzt sind es nur noch ca. 1,5 km ins Ziel schüttete ich mir
den Rest meiner Flasche über den Kopf!
Ja und dann!? War an der Wasserstation das Wasser alle!
Scheinbar noch bei allen Sinnen sprach ich ein fahradfahrendes
Ehepaar an, vom Mann bekam ich einen Schluck Tee und die Frau fuhr vor, um an
den See ran zukommen und füllte meine Flasche. Vielen Dank noch mal! Es war ein
schönes Gefühl das kühle Wasser des Sees mir über zuschütten. Völlig fertig kam
ich im Ziel an. War froh es geschafft zu haben und wollte nur noch eins, nach
Hause und in einem kühlen Schlafzimmer abmatten.
Trotzdem würde ich in Oberkoschen wieder starten.
Ich habe jedenfalls Blut geleckt und mir noch einen
Triathlon ausgesucht.
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