38. Bottroper Herbstwaldlauf

   
Datum: 07. November 2010 Strecke: 25km
Ort: Bottrop weitere Strecken: 55km
Internetadresse:

www.adler-langlauf.de

   

Art des Laufes: abwechslungsreiche Strecke durch den herrlich gefärbten Herbstwald  

Besonderheiten/ Kommentare:

Anspruch: flache strecke, gut befestigte Wege  

 

 

Stimmung: gut
Organisation: sehr gut
Verpflegung: sehr gut unter anderem tolles Kuchenbuffet
Startgeld: 15€
Wetter: kühl, 8 Grad, feuchte Luft ,kein Regen

Ein Bericht von Sylvia Schubert     

Nach den HMs in Eindhoven und Dresden musste noch ein Lauf her. Ein kurzer Blick auf den Trailrun in Dortmund, der bei Andrea und Tilo im Kalender stand, mussten wir einsehen, dass wir Flachlandbewohner dafür nicht trainiert sind. Aber die Beschreibung des Herbstwaldlaufs in Bottrop las sich gut. Obendrein ist Bottrop für uns gut zu erreichen und! Kerstin war schon angemeldet.

Am Samstag Nachmittag kamen wir an der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop an. Der Himmel zeigte sich in tristem Grau, es regnete vor sich hin und ungemütliche Kälte kroch in uns hoch. Vor dieser Kulisse fiel uns sofort eine leuchtend orange Jacke auf – Kerstin. Sie war zusammen mit Mario und einem Freund angekommen. Die beiden Herren hatten sich für den Ultralauf über 50 km (2 Runden) entschieden. Was lag näher als am Abend zusammen Pasta essen zu gehen? Gut gesättigt fuhren wir später mit dem Auto durch die Dunkelheit, um noch einen Blick auf das Bottroper Wahrzeichen zu werfen. Leider war die Beleuchtung weitgehend defekt und so beeindruckte das auf einem Berg stehende Tetraeder doch weniger. Aber wir konnten von oben auf die beleuchtete Zechenanlage schauen und die präsentierte sich doch sehr eindrucksvoll.


Dann ging’s zurück zum Hotel, Füße hoch und Fernseher an. Zufällig erwischten wir eine interessante Sendung und lernten etwas Neues: Der Mensch ist das einzige Säugetier, das Ausdauerbelastungen gesund übersteht. Da wir in der Evolution unsere Körperhaarung verloren haben, können wir schwitzen und die dabei entstehende Verdunstungskälte hält unsere Körpertemperatur im Toleranzbereich. Genial!

Unser Hotel „Große Wilde“ war bestens auf Sportler eingestellt, denn auch am Sonntag stand ab 6 Uhr das Frühstücksbuffet bereit. Danach standen wir vor der kniffligen Entscheidung zum Thema „Was ziehe ich an???“. Zum Glück regnete es nicht, aber es war recht kühl. Michiel entschied sich sportlich für kurz, ich weiblich für lang (Arme und Beine). An der Zeche machte die Knappheit der Parkplätze klar, dass es erfreulich viele Nachmelder gab und die Chance immer im Pulk zu laufen sehr gut stand. Um 9.40 Uhr fiel der Startschuss für die 25 km Distanz. Kerstin und ich hatten beschlossen, es ‚mal gemeinsam zu versuchen und unter 2:30 Std. zu bleiben. Michiel hatte natürlich etwas Schnelleres vor. Die Strecke führte gleich in den Wald hinein und blieb nach einer leichten Steigung fast eben. Das Läuferfeld hatte eine angenehme Dichte und wir fanden gut unseren Platz darin, um unser Tempo zu laufen. Die Zeit verging im Fluge, die Kilometer schmolzen einfach so dahin und obendrein hatten wir uns natürlich viel zu erzählen….. Leider zwang mich ungeplante Darmaktivität zwei Mal hinter den Busch. Nach dem ersten Mal konnte ich wieder zu Kerstin aufholen, beim zweiten Mal schaffte ich es leider nicht mehr. Dennoch fühlte ich mich in bester Form und konnte den Lauf von Start bis Ziel genießen. Die gut gekennzeichnete Strecke führte kreuz und quer durch einen herrlich farbigen Herbstwald, vorbei an großen Seen und jeder Kilometer war ausgeschildert. Etwa bei Kilometer 22 kam der erste 50 km-Läufer in lockerem Schritt an mir vorbei gezogen. Zwar waren die Ultraläufer früher gestartet, aber das sah nach einer sehr guten Zeit aus. Auf dem Weg zum Ziel kamen uns immer mehr Ultraläufer entgegen, die gerade die zweite Runde begonnen hatten. Nicht alle sahen aus, als würden sie diese auch beenden können, aber Hut ab allein vor dem Willen und dem Versuch.

Im Ziel zeigte die Uhr 2:23:54, Platz 10 in der Altersklasse. Ich war sehr zufrieden und ließ mir gern die schöne Medaille umhängen. Kerstin gelang eine ganz besonderer Zieleinlauf – 2:22:22! Auch Michiel hatte sein Vorhaben umsetzen können und war mit 1:58:19 gut unter der 2-Stunden-Marke geblieben. Ein wunderbarer Lauf, an dem wir bestimmt wieder teilnehmen (und dann auch Fotos machen).

Zum Umkleiden und Duschen gibt es reichlich Platz in den Sozialräumen der Kohlekumpel. In der Kantine sorgte ein leckeres Kuchenbuffet für die Qual der Wahl, draußen wurde Bratwurst gegrillt und das Angebot an Getränken ließ keine Wünsche offen.


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