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Nach unserem zweitätigen Aufenthalt in Weimar entschlossen
wir uns auf dem Rückweg in Kahla (Thüringen) Station zu machen. Dort findet immer am letzten Sonntag im Oktober der
„Porzellinelauf“ statt.
Simone hatte diesen Lauf ausfindig gemacht. Durch die
Zeitumstellung wurde uns zudem noch eine Stunde mehr Schlaf geschenkt. Nachdem
wir uns ausreichend am Frühstücksbuffet in unserer Pension gestärkt hatten, ereichten
wir gegen 09:00 Uhr den Sportplatz „Am Dohlenstein“ in Kahla. Bei der Anmeldung stellte sich mir die Frage: Bei welchem
Lauf habe ich zuletzt nur 5 EUR Startgebühr bezahlt?
Die Strecke ist ein Rundkurs über insgesamt 13km Waldwege, wobei
es auf den ersten 7 Kilometern 160 Meter bergauf geht…
Pünktlich um 10:00 Uhr schickte der Bürgermeister der Stadt die
ca. 150 Läufererrinnen und Läufer, zum größten Teil aus der Umgebung, auf die doch
anspruchsvolle Strecke. Da sich der Regen in der letzten Woche etwas zurückgehalten
hatte, waren die zu Wege in einem recht guten Zustand. Für Simone war es nach dem 10km Lauf in Geierswalde Ihr
zweiter Wettkampf. Bedenken hinsichtlich Kondition und Kraft konnte ich
glücklicherweise entkräften. Zudem sicherte ich Ihr zu, in Ihrem Tempo und mit
Ihr zu laufen. So liefen wir dann auch gemeinsam recht zügig dem höchsten
Punkt der Strecke entgegen. Nachdem wir diesen erreicht hatten erhielt ich, wider
erwarten „grünes Licht“ den Rest nun alleine laufen zu können, was ich dann
auch tat.
Den Blick ab und zu nach links und rechts schweifend genoss
ich den herrlichen Ausblick auf den bunt gefärbten Laubwald. Einfach nur schön! Das Bergablaufen war dann auch bald absolviert und die
letzten 2km ging es relativ flach dem Ziel entgegen. Dort wartete ich auf
Simone. Sie erreichte in 1:14:38 das Ziel. Prima!
Gestärkt von Fettbroten, Gurken, Apfelstückchen und warmen
Tee erwartete uns noch die kalte Dusche. Gegen 12:00 starteten wir dann in
Richtung Dresden.
Der Tag war „laufmäßig“ aber noch nicht zu Ende. Im Kino
Metropolis (Waldschlösschenareal) hielt Robby Clemens aus Hohenmölsen einen Diavortrag
über seinen Lauf um die Welt. Wir hörten diesem im fast ausverkauften Kino 7 gespannt zu. Es waren faszinierende Bilder welche Momente des Glücks,
aber auch des Leidens zeigten, die er während seines 10 monatigen Laufs erlebt
hatte und entsprechend präsentierte.
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