Lohnenswerter Lauf
Sonntag, 07.06.2009, 6:00Uhr
Ich schaffe es gerade so, aus
dem Bett zu kommen. Die Teilnahme an fünf Fußballspielen am Freitag a`14
Minuten bei unserem Behördenfest erwies sich doch als äußerst nachteilig. Ich
habe Muskelkater an den verschiedensten Stellen, aber insbesondere in den
Oberschenkeln. Mist! Wie Bernd das Brot zu sagen pflegt. Was soll das heute nur
in Görlitz werden?
Schnell noch den Tisch gedeckt, den um 06:30 Uhr kommt
Kerstin zum Frühstück. Ich hatte mich von Ihr überreden lassen in Görlitz zu
laufen. Da mein „Oberelbefrust“ so langsam am abklingen war bzw. ist, hatte ich
zugesagt.
Kann ja nur besser werden dachte ich.
Ohne Probleme
erreichten wir Görlitz. Nachdem wir die doch recht happige Nachmeldegebühr von
30 EUR für den „Halben“ bezahlt hatten schauten wir uns ein wenig das Treiben am
Start an. Neben den Marathonis (geschätzte 60) verfolgen wir interessiert die
Starts der Kinder, 10km- Läufer, Skater, Handbiker und Roller- Fahrer. Das
Angebot am Europamarathon ist schon recht vielfältig.
Auf ein Einlaufen verzichtete ich bewusst. Wozu auch? Heute
geht sowieso nichts bei mir. Konnte mich zum Schuhe binden kaum bücken und in die
Hocke gehen gelingt mir nicht. Mit einem: „Ich denke so 2 Stunden“ verabschiedete
ich mich von unserer Begleiterin Simone und verschwand mit Kerstin im Getümmel
der doch recht hohen Anzahl an Halbmarathonis.
Start um 10.40 Uhr
Nach dem Start ging es gleich bergab in in den
polnischen Teil dieser wunderschönen Stadt. Der Kurs ist abwechslungsreich
aber anspruchsvoll. Es sind einige Anstiege dabei. Insbesondere ab km 15. Nach
ca. 3 km merkte ich, dass meine Muskeln langsam locker werden und es -wider
erwarten- „recht gut“ läuft. Da es langsam doch etwas wärmer wurde, nahm ich die Schatten
der Bäume und Häuser sowie jeden Getränkestand mit. Diese sind in Abständen von
ca. 3km plaziert und werden entsprechend angekündigt. Einfach nur gut.
Gut hörte
sich für mich auch die 49:50 bei km 10 an, die mir Frank gepresst mitteilt.
Hatte vergessen mir Werner`s Uhr zu leihen und war daher mal wieder „zeitlos
unterwegs und auf die Hilfe der anderen angewiesen.
Danke Frank!
Frank verlor ich bald aus den Augen. Ein Gel bei km 12 im
wieder deutschen Teil der Stadt half mir, die kommenden Anstiege problemlos zu
nehmen. Es passte! 1:15 teilte mir Klaus bei km 15 mit. Nicht schlecht. Statt zu
rechnen und zu überlegen lief ich einfach weiter. Gut so. Also unter 2 Stunden
wird es auf alle Fälle. Mehr will ich ja auch nicht.
Kurz darauf war ichauch schon im Ziel. Simone schaffte es gerade noch
rechtzeitig da zu sein und uns zu erwarten. Ich organisierte eine kalte Flasche
Cola und neahm Kerstin kurz darauf in Empfang. Wir erhielten unsere
Finishermedaillien und schlenderten zum Duschen. Alles gut.
Da unsere Daten (warum auch immer) nicht eingepflegt worden
waren entfiel auch der spätere Urkundenausdruck sowie ein Blick auf die
Ergebnislisten. Schade, hätte schon gern gewusst, wo ich gelandet war! Was
soll`s.
Leckerer Kaffee und Eis rundeten den Tag ab.
PS: Zwei Tage später erscheinen wir in den Ergebnislisten.
Kerstin hat einen tollen 5-ten Platz in ihrer AK erreicht und ich habe meine im
Oktober 2009 in Dresden- gelaufene Zeit um 30 sec. verbessert. Hätte ich -bei den Voraussetzungen- nie
für möglich gehalten!
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