| Art des Laufes: |
klassischer Stadtmarathon in 2 Runden |
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Besonderheiten/ Kommentare:
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| Anspruch: |
einige kleinere Steigungen |
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schon Anfang Dezember
des Vorjahres ausgebucht, also rechtzeitig anmelden
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| Stimmung: |
gut |
| Organisation: |
sehr gut |
| Verpflegung: |
ausreichend Getränke, nur an drei Punkten ab
km 23 ( Bananen, Traubenzucker,
Salzgurken) |
| Startgeld: |
75,-€ |
| Wetter: |
wolkenlos, 26°C, windig |
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Kurztrip in die schwedische Hauptstadt
Mit hej begrüßt man sich in Schweden. Also hej zu meinem
Bericht vom Stockholm-Marathon.
Einige von Euch wissen,
dass ich schon vor der Abreise so meine Bedenken hatte, was den
gemeinsamen Lauf mit meiner Tochter betrifft. Das hatte sich aber am Abend zuvor
erledigt, nachdem wir gemeinsam ein Läufchen zum Lockerwerden absolviert
hatten. Ich war dem Kind einfach zu langsam und sie jetzt auch der Überzeugung, jeder
läuft für sich allein. Es sollte ein etwas anderer Marathon werden. Die Startzeit
um 14 Uhr war schon mal ganz ungewöhnlich und auf 26°C war ich auch nicht
vorbereitet. Die Veranstalter hatten aber an alles gedacht. Erfrischungspunkte gab es nach jedem dritten
Kilometer ( Sportgetränk, Wasser, Wannen für den Schwamm und Duschen ). Ab dem 6. km habe ich jede
Dusche mitgenommen
Beginnen will ich aber mit dem Start. Ca.18.000 Läufer wurden begrüßt und die einzelnen Nationen
zahlenmäßig erwähnt; es waren 745 Deutsche am Start. Mit Musik und Elisa an meiner Seite ging
es pünktlich los. Die ersten 3 km sind wir noch gemeinsam gelaufen, dann war mir das zu
schnell und ich habe Elisa und den 3:45 Ballon langsam aus den Augen verloren. Es wurde aber
nicht langweilig, denn die Strecke ist sehr abwechslungsreich und
anspruchsvoll. Es sind einige Anstiege dabei, nichts für Bestzeiten !
Es gibt ganz prunkvolle Häuser an der Strecke und Aussichten
auf die Stadt. Man läuft am Wasser entlang, über Brücken und vorbei am Schloss
der Königsfamilie. Das konnte ich aber nur in der ersten Runde genießen, ab km
20 war es damit vorbei. Es begann mein linkes Knie zu schmerzen und nach dem langen Anstieg zwischen km 22 und 23 überholte
mich auch noch der Trupp um den 4h-Läufer. Ich hatte die Nase gestrichen voll. Eine Zeit
unter 4 h konnte ich also knicken. Auch andere Marathonis hatten sich von ihren
Zielen verabschiedet, die gelben Armbändchen mit den Zwischenzeiten auf der
Erde zeugten davon. Harry und Marko hatten wir an km 8, 16, 29 und 37 postiert.
Das war meine Rettung. Am 29. km fragte Harry: “Willst Du noch was?“, er dachte da an ein
Gel, aber ich wollte nur noch, dass es zu Ende geht. Zwischen 25 und 35 hatte
ich gerade noch ein 6 min. Tempo drauf. Es gab aber auch da noch kleine Lichtblicke. Standen doch
auf der „ Strömbron“ Brücke zwei dürre Schwarze und der eine dehnte mit schmerzverzerrtem
Gesicht seine nicht vorhandenen Waden. Ab km 35 ging es mir wieder etwas besser und als bei km 40 eine Zeit von 3:50 aufleuchtete, fingen
die grauen Zellen an zu rechnen..... 2 min. später über die Startlinie macht
3:48! Das bedeutet unter 12 min. einmal die Hauptallee plus eine halbe
Stadionrunde und es klappt noch mit der Zeit unter 4 h. Jetzt locker bleiben
und den Krampf, der sich gleich unter der Kniekehle andeutet, nicht zulassen!
Die letzten 300 m im Olympiastadion waren dann richtig toll und die
Punktlandung bei 3:59:52 auch!
Wenn Ihr auf den Bildern das Durchläufershirt an mir
vermisst, liegt es daran , dass Elisa eigens für diesen Lauf Shirt´s für uns gestaltet hat.
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