Stockholmmarathon 2009

   
Datum:  30.05.2009 Strecke:  Marathon
Ort:  Stockholm weitere Strecken:  keine
Internetadresse:   http://www.stockholmmarathon.se/Start/index.cfm?Lan_ID=4    

Art des Laufes:  klassischer Stadtmarathon in 2 Runden  

Besonderheiten/ Kommentare:

Anspruch:  einige kleinere Steigungen  

 schon Anfang Dezember des Vorjahres ausgebucht, also rechtzeitig anmelden

 

Stimmung:  gut
Organisation:  sehr gut
Verpflegung:  ausreichend Getränke, nur an drei Punkten ab km 23  ( Bananen, Traubenzucker, Salzgurken)
Startgeld:  75,-€
Wetter:  wolkenlos, 26°C, windig

Ein Bericht von Martina Stefan   

Kurztrip in die schwedische Hauptstadt

Mit hej begrüßt man sich in Schweden. Also hej zu meinem Bericht vom Stockholm-Marathon.

Einige von Euch wissen,  dass ich schon vor der Abreise so meine Bedenken hatte, was den gemeinsamen Lauf mit meiner Tochter betrifft. Das hatte sich aber am Abend zuvor erledigt, nachdem wir gemeinsam ein Läufchen zum Lockerwerden absolviert hatten. Ich war dem Kind einfach zu langsam und sie jetzt auch der Überzeugung, jeder läuft für sich allein.
Es sollte ein etwas anderer Marathon werden. Die Startzeit um 14 Uhr war schon mal ganz ungewöhnlich und auf 26°C war ich auch nicht vorbereitet. Die Veranstalter hatten aber an alles gedacht. Erfrischungspunkte gab es nach jedem dritten Kilometer ( Sportgetränk, Wasser, Wannen für den Schwamm und Duschen ). Ab dem 6. km habe ich jede Dusche mitgenommen

Beginnen will ich aber mit dem Start. Ca.18.000 Läufer wurden begrüßt und die einzelnen Nationen zahlenmäßig erwähnt; es waren 745 Deutsche am Start. Mit Musik und Elisa an meiner Seite ging es pünktlich los. Die ersten 3 km sind wir noch gemeinsam gelaufen, dann war mir das zu schnell und ich habe Elisa und den 3:45 Ballon langsam aus den Augen verloren. Es wurde aber nicht langweilig, denn die Strecke ist sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll. Es sind einige Anstiege dabei, nichts für Bestzeiten !

Es gibt ganz prunkvolle Häuser an der Strecke und Aussichten auf die Stadt. Man läuft am Wasser entlang, über Brücken und vorbei am Schloss der Königsfamilie. Das konnte ich aber nur in der ersten Runde genießen, ab km 20 war es damit vorbei. Es begann mein linkes Knie zu schmerzen und nach dem langen Anstieg zwischen km 22 und 23 überholte mich auch noch der Trupp um den 4h-Läufer. Ich hatte die Nase gestrichen voll. Eine Zeit unter 4 h konnte ich also knicken. Auch andere Marathonis hatten sich von ihren Zielen verabschiedet, die gelben Armbändchen mit den Zwischenzeiten auf der Erde zeugten davon. Harry und Marko hatten wir an km 8, 16, 29 und 37 postiert. Das war meine Rettung. Am 29. km fragte Harry: “Willst Du noch was?“, er dachte da an ein Gel, aber ich wollte nur noch, dass es zu Ende geht. Zwischen 25 und 35 hatte ich gerade noch ein 6 min. Tempo drauf. Es gab aber auch da noch kleine Lichtblicke. Standen doch auf der „ Strömbron“ Brücke zwei dürre Schwarze und der eine dehnte mit schmerzverzerrtem Gesicht seine nicht vorhandenen Waden. Ab km 35 ging es mir wieder etwas besser und als bei km  40 eine Zeit von 3:50 aufleuchtete, fingen die grauen Zellen an zu rechnen..... 2 min. später über die Startlinie macht 3:48! Das bedeutet unter 12 min. einmal die Hauptallee plus eine halbe Stadionrunde und es klappt noch mit der Zeit unter 4 h. Jetzt locker bleiben und den Krampf, der sich gleich unter der Kniekehle andeutet, nicht zulassen! Die letzten 300 m im Olympiastadion waren dann richtig toll und die Punktlandung bei 3:59:52 auch!

Wenn Ihr auf den Bildern das Durchläufershirt an mir vermisst, liegt es daran , dass Elisa eigens für diesen Lauf Shirt´s für uns gestaltet hat.


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