100km Duathlon |
|||||||||||||||||||||
| Datum: | 01. Mai 2009 | Strecke: | 100km | ||||||||||||||||||
| Ort: |
Start Gymnasium Dresden Plauen Kantstr. |
weitere Strecken: | keine | ||||||||||||||||||
| Internetadresse: | http://www.100km-duathlon.de/ | ||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||
Ein Bericht von Janka Jäkel
|
|||||||||||||||||||||
Der 100km Duathlon Einstand der FrauenAm Freitag, dem 01.05.2009, war es soweit: 5 Dresdner Durchläuferinnen machen mit beim 100 km Duathlon rund um Dresden. Treffpunkt war 7:15 Uhr am Gymnasium Plauen. Der Schulhof füllte sich schnell mit Sportlern und Rädern und unsere Männer trudelten auch allmählich ein – sie hatten noch viel Zeit, denn ihr Start war erst um 08:17 Uhr. Das Wetter versprach für diesen Tag Sonnenschein mit bis zu 25 Grad. Pünktlich um 7:37 Uhr starteten wir Frauen mit Andrea als erste Läuferin. Dann kam er auch recht bald, der gefürchtete Moment, an dem uns ein anderes Team überholte. Kurzer Smalltalk von Radfahrer zu Radfahrer und dann zogen sie vorbei. Andrea lief 2 km und dann wechselten wir. Da wir einstimmig 2 km als eine gute Lauflänge einschätzten, behielten wir diese bei. Es stellte sich eine Laufreihenfolge ein, die wir ebenfalls beibehielten. Nachdem wir die Wechsel dann ein paar Mal gemacht hatten, klappten diese zunehmend schneller und eingespielter. Die Übergabe des begehrten Laufbandes wurde jedes Mal zum kleinen Highlight. Die Übergabe wurde lauthals kommentiert und verlief stets mit viel Alberei, da blieb kein Auge trocken. J Zwischenzeitlich überholten uns so einige Teams. Aber da die Anzahl der Männer in den Teams ganz deutlich dominierte, störte uns das wenig. Übrigens wurden wir beim Überholen immer mal auf unsere schicke Kleidung angesprochen. DANKE, das freut uns sehr! J Mittlerweile hatten wir das Lockwitztal erreicht. Von dort aus ging es einen gerölligen, steilen Wanderweg aufwärts Richtung Borthen. Hier verlor sich unser Team, denn der Läufer war auf diesem Abschnitt wesentlich schneller als die Radler. Da ich der nächste Läufer war, blieb mir nichts anderes übrig als schnaufend mit Martina, die gerade die Läuferrolle hatte, mitzuziehen. Die Beine zwiebeln jetzt noch. Martina meinte dann zu mir: „bis oben noch und dann Wechsel“. Also, ab nach oben!? Ich hatte es gerade so geschafft meinen Helm abzusetzen, mein Fahrrad zu übergeben und das Läuferband zu schnappen. Und dann war ich in der Läuferrolle, noch fix und alle vom Anstieg. Es ergab sich ein Gespräch mit einem anderen Läufer. Aber, ich stellte die falschen Fragen ... ich fragte, ob die anderen Anstiege ähnlich wären ... das sollte man nicht machen!!! Das Einzige, was mich in dem Moment am Laufen hielt war der Gedanke, dass ich in weniger als 2 km mein Fahrrad wiederhaben werde. Dieser Gedanke war überhaupt stets präsent. J Nach ca. 25 km kam der erste Verpflegungspunkt. Listeneintrag und Fettbemme und weiter ging’s. Und dann kamen sie – unsere Männer. Lauthals näherten sie sich von hinten, der Jubel war groß – hatten wir doch schon sehnsüchtig auf sie gewartet. Übrigens, Bernd, mein Fahrradhelm ist nicht zum Trommeln da!? J Einige Kilometer weiter folgte der nächste Anstieg von Graupa nach Zaschendorf. Dabei hatte ich die Läuferrolle. Während des Laufens drehte ich mich ab und zu um, aber keine radelnden Durchläuferinnen zu sehen. Ich lief weiter. Dann blieb ich stehen, was nun? Wir hatten nichts abgemacht für diesen Fall. Ich entschied mich weiterzulaufen. Als der Stich geschafft war ging es bergab auf einer Straße entlang. Immer noch keine Durchläuferinnen zu sehen. Dann, wie aus dem Nichts, tauchte Andrea auf und sofortiger Wechsel. Ich wartete noch auf die anderen und gemeinsam schlossen wir auf Andrea auf und waren wieder zusammen. Nach ca. 43 km kam der zweite Verpflegungspunkt mit lecker Kuchen, Bananen, Äpfel und Tee. Von da an ging es auf einem alten Bahndamm entlang. Nach einer Weile schoss es uns durch den Kopf: „Sch... wir haben uns nicht eingeschrieben!!!! ...“ Für jeden fehlenden Listeneintrag gibt es eine Zeitstrafe und das wäre sehr ärgerlich. Andrea opferte sich und radelte zum Verpflegungsstand zurück während wir unseren Weg fortsetzten. Nach ca. 54 km kam der dritte Verpflegungspunkt, der mit seiner Lage mitten in der Dresdner Heide der landschaftlich schönste war, wie ich finde. Nach ca. 65 km kam der vierte Verpflegungspunkt. Ab da an mussten wir uns umstellen. Anstelle weißer Markierungen auf Straßen und Wegen waren jetzt rote Punkte an Bäumen und Pfählen die Wegweiser. Das war schwieriger zu bewältigen und es war wichtig, dass das Team in der Heide zusammenblieb. Unterwegs trafen wir auf ein anderes Team, das nicht zusammengeblieben war und sich nun suchte. Dann erreichten wir die Elbe. Entlang des Elberadweges ging es bis nach Niederwartha. Da wir bis nach Oberwartha mussten und mittlerweile wussten, dass der Läufer schneller sein wird als die Radler, fuhren die Radler allesamt vor. Liebe Organisatoren, das Stück ist der absolute Hammer und das mit ca. 80 km in den Beinen. Herausforderung pur! In Oberwartha angekommen, kam nach ca. 85 km der fünfte Verpflegungspunkt, der an genau dieser Stelle goldig ist. Bitte niemals verändern! Ab da an ist unsere Laufreihenfolge etwas durcheinander geraten und auch die Wechsel folgten ab da an dichter aufeinander. Wir waren kurz vor Pesterwitz, als Kerstin meinte: „guckt euch diese Aussicht an“. Die Strecke bot eine wunderschöne Aussicht auf Freital. Diese konnten wir – wenn auch nur kurz – genießen. Letztlich erreichten wir den Zielberg, waren alle dicht beieinander und überquerten nach 8:37:45 h die Ziellinie. Im Ziel empfingen uns die Durchläufer- Männer. Petra und Werner waren auch da. Es gab Getränke, lecker Kuchen, Joghurt, Obst und jede Menge schwitzende Gesichter. J Liebe Veranstalter, es hat uns sehr, sehr gut gefallen. Dieser Wettkampf forderte vor allem Durchhaltevermögen, Teamgeist und Orientierungssinn. Die Kombination aus Laufen und Radfahren ist dabei ideal für eine solche Distanz. Wir hatten unterwegs jede Menge Spaß und hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder mit dabei sein können. Nicht zu vergessen: Ein extra Dankeschön an unser Autobegleitteam mit Gundel und Kathrin, an unsere Radbegleitung Mario Ulbrich und vor allem an unseren Gastläufer Heike Lutoschka, die unser Team super verstärkte!! |
|||||||||||||||||||||