Liebe Lauffreunde,
gestern war ich wieder unterwegs, diesmal im Rheinland.
Wieso Köln-Marathon?
Das fragte ich mich spätestens bei der Wetterprognose – Dauerregen. So schlimm wurde es dann zum Glück nicht, zwar nieselte es oft und auch der Wind war nicht gerade angenehm. Am Bedauerlichsten war sicher die durch Regenschauer reduzierte rheinische Karnevalsstimmung. Etwas Besonderes sind schon die trotzdem an mehreren Stellen im engen Spalier stehenden Zuschauer. Da kann man nicht überholen, so eng ist das, es fühlt sich aber gut an. Gleich nach dem Start geht es über den Rhein und man hat einen herrlichen Blick auf die berühmte Silhouette mit dem Dom. Ansonsten hat die Strecke nicht so viele high lights, aber auch keine öden Abschnitte. Man hat genug Platz zum Laufen und findet seinen Rhythmus. Ich überhole einige originell kostümierte Läufer, z.B. einen Gefängniswärter mit mehreren angeketteten Sträflingen. 
Verpflegung gibt es etwa aller 4 Kilometer, obwohl ich nicht schwitze, lasse ich keinen Stand aus. Mir ist nicht kalt, die Straßen sind nicht glatt, letztendlich also doch ganz gute Bedingungen. Das merke ich auch an meinen Zwischenzeiten, für die anvisierten 3:30 h liege ich gut im Plan. Die Halbmarathondistanz erreiche ich genau wie in Hamburg nach 1:39 h. Endlich sehe ich auch meine Freundin am Straßenrand, ansonsten wird man ja auch von vielen Unbekannten und zahleichen Trommlern angefeuert. Bei Kilometer 25 bis 27 sieht man auf der Gegenfahrbahn die Spitzenläufer(innen) entgegenkommen. Als ich dann auf dem Rückweg bin, tun mir die langsameren Läufer Leid, haben sie doch noch 10 km mehr vor sich. Auch bei meinem vierten Marathon werden nach Kilometer 30 die Beine schwer. Es ist aber keine Quälerei, relativ entspannt laufe ich dem Ziel entgegen. Ich habe noch über 2 Stunden Zeit bis zum Rückflug nach Dresden. Wieder auf der Rheinbrücke hat man das Ziel vor Augen. Ich merke wie die Endorphine ausgeschüttet werden, erlebe ein Runner´s high, sehe meine Freundin, bin glücklich und stelle überrascht fest, dass ich meine Bestzeit wieder um etwa eine Minute verbessert habe: 3:24 h. Doch das ist nebensächlich, gesund ankommen ist viel wichtiger.
Fazit: Schöner Marathon, reichlich 10.000 Teilnehmer, Untergrund fast immer Asphalt, wenig Pflaster. Messe, Organisation und Verpflegung sind gut. Halbmarathon oder Ultramarathon sind auch möglich.
Viele Grüße
Reinhard
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