10. Morgenpost Dresden Marathon 2008

   
Datum: 19. Oktober 2008 Strecke: Halbmarathon
Ort: Dresden weitere Strecken: Marathon, 10 km
Internetadresse: http://www.dresden-marathon.de/    

Art des Laufes: Stadtlauf  

Besonderheiten/ Kommentare:

Anspruch: -  

 

 

Stimmung: Super
Organisation: sehr gut
Verpflegung: prima, ausreichend
Startgeld: M: 45 EUR, HM 35 EUR, 10 km: 12 EUR, Nachmeldegebühr 10 bzw. 8 EUR
Wetter: ideal, Sonne, 13 °C, etwas windig

Ein Bericht von Stefan

Versprochen ist versprochen oder weniger ist manchmal mehr...

Bericht vom Halbmarathon 2008 in Dresden

Weihnachtsfeier der Dresdner Durchläufer im Dezember 2007:

Als ich an der Reihe war meine persönlichen Laufziele für 2008 vorzustellen, berichtete ich voller Stolz, dass ich schon 10 Minuten ohne Schmerzen laufen kann und dass ich mir nichts sehnlicher wünsche als das dies so bleiben möge! Allgemeines Schmunzeln.

Aus diesem Grund hielt ich mich auch zurück was mein Trainingspensum anging. Waren es vorher 3-4 Einheiten in der Woche reduzierte ich diese auf 1-2 mal. Es war zwar eine enorme Umstellung jedoch verkraftbar.

Ich hielt mich an die Vorgaben meines Arztes und meiner Physiotherapeutin Berit Schreyer, der ich versprach 2008 höchstens einen Halbmarathon zu laufen.

Aufgrund des reduzierten Trainingsumfangs legte ich dann auch bis Ende Januar 7kg Körpergewicht zu. Das Frühjahr verging und ich dehnte meine Wochenendlaufeinheiten langsam auf 70 Minuten aus.

In Hohenbocka absolvierte ich die 15 km in einer für mich passablen Zeit. Dem Jedermann Triathlon in Moritzburg (einfach nur super) folgte unmittelbar darauf die Teilnahme an der Rennsteigstaffel mit den Dresdner Durchläufern

Mit Werner bildete ich ab Mitte August eine „2 Stunden- Lauf- Gemeinschaft“ mit dem Ziel, in Dresden den HM zu laufen.

Die „langen“ Läufe am Samstag oder Sonntag fielen uns mit der Zeit nicht mehr schwer, zumal es danach meist leckere Quarkbällchen gab!

Alles verlief problemlos. Ich erhöhte mein Training auf 3 mal in der Woche, wobei ich Donnerstags Stammgast im Großen Garten wurde. Die dort absolvierten Tempoeinheiten taten mir einfach gut.

Mitte September der letzte Test. Mit Werner lief ich beim „Quer durch die Dresdner Heide- Lauf“ die 22,5km. Mit unseren Zeiten, die nicht wirklich schlecht waren, lagen wir dennoch fast am Ende des Teilnehmerfeldes. Und das trotz Kompressionssocken!!

Als Ursache legten wir fest. Stadtranglistenlauf. Nur Profis am Start!

In Dresden wird das anders sein!

Hoffentlich.....


 

Sonntagmorgen 10:00 Uhr.

Es geht los. Das gemeinsame überlaufen der Zeitmessmatte mit Janka und Uli holte mich aus meinen Gedanken zurück. Jetzt gilt es!

Janka hat das gleiche Zeitziel und eine Uhr! Nur gleichmäßig sollte es diesmal bei Ihr sein. Da ich über ein relativ gutes Zeitgefühl verfüge, liefen wir zusammen. Als Zeitziel haben wir 5:00 bis 5:10 pro km vereinbart.
Die geplanten Zwischenzeiten bei km 5, 10, und 15 waren auf der Rückseite der Startnummer notiert.

Das neue Album der vier Jungs aus Australien auf meinem MP 3 Player lässt mich alles vergessen.

Kurzer Blick von Janka zur Uhr bei km 1. Viel zu schnell!! (4:30), Tempo rausgenommen und die anderen laufen lassen. Janka nickt zustimmend. Sie war in Berlin zu ungleichmäßig gelaufen und hatte dafür in der zweiten Hälfte des Marathons Lehrgeld zahlen müssen.

So laufen wir Kilometer für Kilometer gemeinsam. Aber erst ab km 16 geht es ja los. Da zeigt sich dann, ob Man(n) oder Frau alles richtig gemacht hat!

Die festgelegte Zwischenzeit bei km 5 wird um 20 s unterschritten. Also alles im Rahmen. So geht es weiter. Wir fühlen uns gut. Zumal das Wetter auch passt. Die Kilometerangaben sind äußerst hilfreich und mit meinen „Zeitschätzungen“ liege ich gar nicht so schlecht, was Janka vermuten lässt, das ich doch eine Uhr bei mir habe!

Karcherallee, Kilometer 10, 49 Minuten. Wir haben ein Zeitpolster von 1 min herausgelaufen. Etwas zu schnell aber noch alles ok bei uns beiden.
Kerstin am Verpflegungspunkt „Großer Garten“ kurz zugewunken und nach einem warmen Tee im Gehen laufen wir weiter.

Uli (mit wenig Trainingskilometern in den Beinen) sehen wir schon im Großen Garten vor uns. An der Automanufaktur zeige ich mich kurz, worauf er gleich das Tempo wieder anzieht.

Janka wird es jetzt etwas zu schnell. Aber bis hierher hat alles prima mit uns beiden geklappt. Ich war mir sicher, das Sie bei dem Tempo knapp unter 1:45 bleiben konnte. Bis hierher hatte sich das gleichmäßige Tempo bei Ihr schon ausgezahlt. Wir verlieren uns aus den Augen, doch ich weiß, dass Sie ebenfalls prima unterwegs ist und machte mir daher keine Sorgen um sie.

Fetscherplatz. Super- Stimmung. Kurzer Blick zu Andrea und Tilo und weiter geht es auf die Striesener / Pillnitzer.

Uli, ca. 200m vor mir, läuft weiter wie ein Uhrwerk. Die Abstände der Kilometer scheinen größer zu werden. Auf der Carolabrücke sehe ich die Läufer, welche schon die Augustusbrücke in Richtung Ziel bzw. zweite Runde Marathon überqueren. Die haben`s gut -denke ich.

Elberadweg. Letzter Versuch zu Uli aufzuschließen. Aber keine Chance am heutigen Tag. Er zieht erneut das Tempo an und hält mich auf Distanz. OK dann halt nicht! Relativ entspannt lege ich daher die letzten zwei Kilometer zurück und freue mich, dass Marcel und Mathias mich auf den letzten Metern ins Ziel begleiten.
 
Und dann war es geschafft!!
Uli (1:42:53) war kurz vor mir ins Ziel gelaufen, nun wusste ich auch, dass ich unter 1:45 geblieben war. Prima. Banges Warten auf Janka. Dann sehe ich Sie und wir fallen uns in die Arme. Janka (1:44:20 ) ist überglücklich, bedankt sich bei mir für das gleichmäßige Tempo und lässt Ihren Glückstränen freien Lauf.

Emotionen pur. Einfach schön.....

Nun nehme ich auch die vielen anderen Dresdner Durchläufer im Zielbereich wahr. Michiel, Steffen, Stephanie, Gundel (erster HM ) und Katrin. Nur Werner, meinen Trainingspartner habe ich  nicht gesehen. Schade.

Nach dem Umziehen Nudeln essen, süßer Nachtisch (Quarkbällchen/ Schokolade) und Urkunde abholen (1:43:36) fahre ich mit dem Fahrrad, noch auf vereinzelt laufende Marathonis treffend, entspannt nach Hause.

Es war für mich, wie sicher für viele andere Teilnehmer auch, ein besonderer Tag. Für mich besonders, da ich zuvor noch nie einen Halbmarathon in einer Stadt gelaufen war und ich mich immer noch über die gelaufen Zeit freue.

Mein Dank und Respekt gilt:

Jonas und Judith für euer „Lauf-Verständnis“
C. W. (Grüße von Wolke 7)
Werner H. ( ab Februar 2009 geht`s wieder los!!!)
den Dresdner Durchläufern
Berit Schreyer, Dresden
Nele für`s Mitlaufen am Sonntag

Hinweis: Werner war -dank Georgs „Motivationskraft“- ebenfalls unter 2 Stunden geblieben. Prima!

 

 


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