7. Müritzlauf |
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| Datum: | 25. August2007 | Strecke: | 76,7km Ultralauf | ||||||||||||||||
| Ort: | Rund um die Müritz | weitere Strecken: | 28,2 km Städtelauf | ||||||||||||||||
| Internetadresse: | Müritzlauf | Staffellauf auf der Ultrastrecke | |||||||||||||||||
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Ein Bericht von Tilo Heschel |
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| Der Herbstmarathon ist für Andrea und mich in greifbare Entfernung gerückt. Andrea in München und ich in Budapest wollen nah an unsere Bestzeiten ranlaufen und sie wenn möglich unterbieten. Da lag es nahe den Kurzurlaub bei Freunden in Meck-Pomm mit einem Lauf zu verbinden. Durch Steffen und Ralf auf den Müritzlauf aufmerksam geworden entschieden wir uns für den Städtelauf von Röbel nach Waren über 28,2km. Eine gute Entfernung um die Form zu überprüfen und sich ein realistisches Ziel für den Marathon zu setzen. Das Starterfeld in Röbel war recht überschaubar, 84 Männer, 30 Frauen und drei Handbiker gingen an den Start. Pünktlich 10:00 Uhr ging es los und noch innerhalb der Ortschaft zog sich das Feld auseinander. Hinter einer Spitzengruppe von 5 Läufern welche schnell außer Sichtweite geriet, kamen einige einzelne Athleten. Ich sortierte mich etwa um Platz 10 herum ein un im Laufe der nächsten Kilomter wurde der eine oder andere noch eingeholt. Bei km 8 kam von hinten ein Triathlet und wir liefen ein paar km gemeinsam. Da das Tempo aber zu hoch war um sich noch unterhalten zu können (zumindest für mich) lief er mir dann davon. Er war aber bis zum Ziel eine gute Orientierung für mich, nicht nachzulassen und hatte zum Schluss knappe 2min Vorsprung (Danke noch mal). Die Verpflegungspunkte waren recht gut verteilt, allerdings nur einmal vorher angekündigt. So passierte es, dass man um eine Ecke bog und plötzlich einen Getränkestand vor der Nase hatte. Für die Ultras kein Problem, für Läufer welche schneller unterwegs waren nicht ganz optimal. Glücklicherweise hatten wir ja tatkräftige Extrahelfer an mehreren Streckenpunkten. Dirk der Wasserträger und Tina die Fotografin. Herzlichen Dank Euch beiden, wir haben uns sehr gut gefühlt!! Die gesamte Strecke ist zur Begleitung gut geeignet, man kann an mehreren Punkten bis ran fahren und theoretisch wäre sogar eine Radbegleitung möglich. Erstaunlicherweise war die Müritz im ersten Streckendrittel gar nicht so oft zu sehen. Die Strecke ging durch kleinere Ortschaften, über Feldwege, aber auch durch Wald. Insgesamt eine vom Untergrund und vom Schauen her eine sehr abwechslungsreiche, immer gut zu laufende schöne Strecke. Es gab 2 klitzekleine Anstiege, welche aber für Läufer mit unseren Trainingsgebieten faktisch gar nicht bemerkt wurden. Da auf der gesamten Strecke keine Markierungen mit km Angaben standen machte es wenig Sinn nach irgendwelchen Durchgangszeiten zu laufen. Pulsgurt habe ich absichtlich nicht umgemacht, es galt nach Gefühl so schnell wie möglich zu laufen. Das klappte gut, alles unter 2:10h war völlig ok. Für Andrea hatte ich als Zielzeit 2h 30min. errechnet, da müsste sie aber gut unterwegs sein. Als Dirk mir dann an der letzten Station bei Schloss Klink zurief, dass Andrea nur 13min hinter mir wäre, war mir nicht ganz klar, ob ich so langsam bin (was sich nicht so anfühlte), ob ich mich verhört hätte oder ob sie nicht richtig auf die Uhr geschaut haben. Leider hatte ich keine Puste für lange Erklärungen und verschob die Disskusion bis ins Ziel. Auf der Strecke waren ja eher sehr wenige Zuschauer, mann musste immer wachsam sein, ob nicht von vorn ein Radfahrer kam. Auch einige Spaziergänger realisierten erst sehr spät, dass da Läufer unterwegs waren welche nicht unbedingt mal kurz anhalten oder Slalom laufen wollen. Im Zielort in Waren ist der Menschenauflauf schon wesentlich größer, das Problem blieb aber bis ins Ziel das gleiche. Aber mit ein bischen Vorrausschauen und Rücksichtnahme ging das schon ganz gut. Im Ziel wurde ich als siebenter der Gesamtwertung in 2h 04min noch ordentlich begrüßt, die Siegerin bei den Frauen und die Sieger des Ultramarathons wurden durch den Zielsprecher aber glatt verschlafen. Das ist schon ein bischen peinlich, ein Handy oder Sprechfunkgerät ein oder zwei km vor dem Ziel sollten da Abhilfe schaffen. Im Zelt am Ziel lockten 3 Massagebänke, da aber Andrea auch bald kommen musste entschloss ich mich erst mal zu warten. Und tatsächlich, nach 2h und 23 min rannte als 2. Frau die Dresdner Durchläuferin über den Zielstrich. Ich war platt, die Zeit für München müssen wir auf jeden Fall noch mal "überarbeiten" !! Dann legte ich mich auf die Massagebank, was ein Fehler war. Ein Bein war fertig, da kam der Aufruf zur Siegerehrung. Als Gesamtsiebenter und erster in der AK durfte ich auch noch hoch und bekam eine Urkunde. Dannach warteten wir 1,5h auf die Siegerehrung bei den Frauen. Es gab ein technisches Problem, was ja passieren kann, aber das nächste Mal informiert die Leute bitte eher und vertröstet sich nicht ständig um 10min. Als klar war, dass es erst halb drei was wird gingen wir in die nahe gelegene Turnhalle duschen. Von dort zurück durfte sich Andrea zu recht als 2. der Gesamtwertung feiern lassen und bekam für ihre gute Leistung einen Pokal (das hab ich noch nicht geschafft ;-)) Dirk und Tina knurrte nun schon seit 2h der Magen und wir suchten uns bei einem Italiener direckt an der Strecke eine gute Ess- und Blickposition, um ja nicht unsere 2 Ultras Steffen und Ralf zu verpassen. Als wir aufgegessen hatten, der Esspresso auch verdaut war, machten wir uns dann aber doch auf den Weg zum neu eröffnetem Müritzeum. Das wollten wir uns schon noch anschauen, wenn wir schon mal dort waren. Die Eintrittskarten schon in der Hand noch mal schnell auf die Laufstrecke geschaut. Plötzlich ruft Andrea: "Dort sind sie!" Ich ließ Eintrittskarte fallen, schnappte mir den Fotoapparat und im Sprint quer über die Kreuzung und Hauptstraße den beiden hinterher. Gott sei Dank waren Ralf und Steffen nicht mehr so schnell, so dass ich nicht kilometerweit laufen musste. 2 Fotos, kurzer Gruß, den beiden ging es offensichtlich gut (haben sich ja auch Zeit genommen ;-))) und wieder zurück ins Müritzeum. Respekt ihr beiden, faktisch ohne Training so eben mal 76km rennen, das schaffen nur echte Durchläufer. Warscheinlich braucht ihr vor dem Transalpin nächstes Jahr auch nicht viel mehr trainieren. Alles in allem ein gelungener Lauf, den man durchaus auch als Laufgruppe auch mal in der Staffel machen könnte, die Siegerzeit von 04:54h ist schnell aber nicht unschlagbar.
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