Meißner Nachtlauf 2006 |
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| Datum: | 02.Juni 2006 |
Strecke: | 2x(8x1,1km) | |||||||||||||||||||
| Ort: | Meißen | weitere Strecken: | keine | |||||||||||||||||||
| Internetadresse: | - | |||||||||||||||||||||
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Ein Bericht von Jana Hänsel |
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Das böse KopfsteinpflasterSpontan und kurzfristig wie fast immer entschlossen wir (Diana und ich) uns am traditionellen Meißner-Nachtlauf teilzunehmen. Das Ganze ist eine Art Team-Wettbewerb, wo zwei Läufer eine Mannschaft bilden und abwechselnd laufen. Die Laufstrecke ist mitten in der Meißner Innenstadt mit Start am Markplatz. Jeder der beiden Läufer musste die ca. 1,1 km lange Strecke 8mal absolvieren. Es gab vier verschiedene Wertungen: Männer, Frauen, Mix und ü50. Knackpunkt war einerseits der nette Berg nach ca. 400 m und andererseits das großsteinige Kopfsteinpflaster, was so gar nicht zum schnellen Laufen geeignet ist. Aber die Organisation war perfekt und das Ambiente passte. Pünktlich 20 Uhr fiel der Startschuss. Diana war die Startläuferin in unserem Frauenteam und durfte mit dem Läuferpulk losstürzen. Ich hopste an Start und Ziel rum, um locker zu bleiben. Die ersten waren schon nach 3:20 wieder da, ganz schön schnell. Auch Christine Marx rannte mal ne lockere 3:45 (wie die folgenden Runden auch...). Gut, dass sie einem Mix-Team angehörte. Diana kam zusammen mit den anderen Frauenteams zum Wechsel. Zeitnahme war mittels Transponder, der dann auch gleich an den Partner übergeben wurde. So flitze ich los. Natürlich hatte ich mir vorgenommen, nicht zu schnell zu laufen, schließlich warteten noch 7 weiterer Runden auf mich. Aber wie das so ist mit den guten Vorsätzen beim Laufen, nach 3m sind die vergessen. Also vom Markplatz rechts um die Ecke runter Richtung Elbe, nach ca. 70 m scharf links rum, ein Stück Fußweg, dann Straße mit bösem Kopfsteinpflaster, teilweise auch noch geneigt. Quer über einen langen Platz, ca. 300m. Dann zweimal kurz hintereinander links rum und ran an den Berg. Zwei Konkurrentinnen aus Frauenteams dicht vor mir. Den Berg hoch sprinten, am Fanblock (Putzi) vorbei und oben wieder links rum, bergab. Hier hatte ich leichte Vorteile und konnte die beiden überholen. Jetzt ging es wieder am Marktplatz vorbei, immer noch bergab, bis zum nächsten Platz. Dort wieder zweimal links rum und leicht bergan zu Start- und Ziel. Runter vom Fußweg, Mist leicht umgeknickt, Transponder an die Zeitnahme geschlagen und Übergabe an Diana und dann erst mal Luft holen. Oh je, vielleicht war das doch zu schnell, ich war ganz schön außer Atem. Die anderen neben mir sahen aber auch nicht besser aus. Ok, in ca. 4:45 min wird Diana wieder da sein, und da muss ich wieder los. Also Puls runter und locker bleiben. Die paar Minuten vergingen schnell und das erste Frauenteam war durch. Etwas später kam das zweite und kurz dahinter Diana. Also wieder Transponder geschnappt und losgewetzt. Der Fuß tat weh und das blöde Kopfsteinpflaster war unverzeihlich. Egal, Schmerz verdrängen und auf die Steine achten. Bis zur Ecke kurz vor dem Berg ging’s ganz gut, danach merkte ich schon die erste Runde in den Beinen. Am Berg war’s wieder ok, was wohl auch an dem prima Fanblock lag, der einen förmlich den Berg hoch schrie. Oben angekommen, Luft schnappen, das Herz kurz vorm raus springen, Schritt lang, Berg runter rollen. Die Zweitplatzierte ca. 100 m vor mir, die vierte ca. 100 m hinter mir. Ausruhen war also nicht. Wieder links, links, leicht bergan, vom Fußweg auf Straße, diesmal aufgepasst mit dem Umknicken, Anschlag, Übergabe, Sauerstoff pumpen. Puh, noch 6mal. Ein Schluck Wasser brachte etwas Erholung, ansonsten tief atmen. Gut, dass Diana und ich recht ausgeglichen liefen, sonst wäre die Pause für mich kürzer als der Lauf. Die nächsten Runden verliefen ähnlich, bis zur Ecke vor dem Berg ok, dann der Mann mit dem Hammer, am Berg wieder besser, oben mit akuter Atemnot, runter rollen bis links, links, noch mal Gas berghoch bis Start/Ziel. Die Zweitplatzierten Damen entfernten sich immer weiter nach vorn und die Viertplazierten weiter nach hinten, so dass wir den dritten Platz recht sicher hatten. Zwischen Runde 5 und 6 musste ich dann noch mal dringend auf Toilette. Direkt nach dem Wechsel sprintete ich zum ToiToi. Ein Zuschauer, der auch schon das Häuschen anpeilte, ließ mich freundlicherweise vor, sonst wäre es knapp geworden. Zurück zu Start- und Ziel hatte ich sogar noch Zeit ein Schluck Wasser zu nehmen. Ab Runde 6 zählte ich rückwärts, weil es nun doch etwas anstrengend wurde. Insbesondere die Ecke und der Berg danach wurden immer tödlicher. Aber die Vierplatzierten waren nun auch nicht so weit weg, dass man den Berg hätte hoch gehen können. Außerdem war ja da immer noch der Fanblock und der hätte gehen nicht akzeptiert. Endlich die letzte Runde. Noch mal Gas geben, damit nix anbrennt und rein ins Ziel. Ich war fix und fertig. Solche Sprinteinheiten sind ganz schön brutal. Ohne Wettkampfdruck hätte ich so was nicht gemacht. Hatte also sein Gutes auch im Sinne von Training. Die Auswertung zeigte dann auch nahezu identische Rundenzeiten von ca. 4:42 für Runde 2 bis 7, nur 1 und 8 waren schneller. Belohnt wurden unsere Anstrengungen mit dem dritten Platz bei den Frauen. Als Pokal gab es die schon legendären Meißner Pflastersteine, für jeden Läufer der drei erstplatzierten Mannschaften und noch ein kleines Präsent. Außerdem konnte man mit Gutscheinen noch Bratwurst, Steak und Salat genießen, sowie kostenlose Getränke und das alles für ein Startgeld von 3€. Nicht schlecht und ich komme bestimmt noch mal wieder. |
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