9. Oberelbe - Marathon Dresden |
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| Datum: | 30. April 2006 | Strecke: | Halbmarathon | |||||||||||||||||||
| Ort: | Königstein-Pirna-Heidenau-Dresden | weitere Strecken: | Marathon, 10 km (10 km Walking) | |||||||||||||||||||
| Internetadresse: | Oberelbe-Marathon | |||||||||||||||||||||
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Ein Bericht von Jana Hänsel |
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Immer an der Elbe entlangOberelbe Halbmarathon, der erste ernsthafte Test in der Laufsaison und als Dresdner auch quasi Teilnahmepflicht. Nach dem Spreewald letzte Woche, wo ich die 10 km unter 50min laufen konnte, war ich jetzt gespannt, was so geht. Letztes Jahr habe ich 1:53 gebraucht, dieses sollte es unter 1:50 sein. Das Wetter am Vorwettkampftag versprach wieder echtes Oberelbe Feeling, es regnete und die Temperaturen fielen bis zum Abend auf erfrischende 4°C. Über die Nacht wurde es noch etwas kälter, dass ich nicht so recht wusste, ob ich die Winterlaufklamotten und Handschuhe noch mal aus dem Schrank holen sollte. Zum Glück sahen die Wolken nicht nach Regen aus. Martina, Heidrun, Petra und ich wurden freundlicherweise von Harry (Martinas Mann) zum Start in Heidenau chauffiert, was uns die S-Bahn-Fahrt ersparte. In Heidenau angekommen, stellte ich erstaunt fest, dass nicht einmal der übliche Gegenwind blies. Ich wollte schon wieder nach Hause fahren, weil sich das so gar nicht nach Oberelbe Marathon anfühlte. Na mal sehen, ob das gut geht so ohne Regen und Wind. Gegen die Wintertemperaturen hatte ich mich mit langem Unterhemd, doppelter Hose und in Wadenlinge umgewandelte Knielinge gewappnet. Ca. 9:40 Uhr ging’s dann los. Drängeln am Start war nicht unbedingt notwendig, da chip-Messung mit Start- und Zielzeitnahme. Dafür war aber Slalomlaufen auf den ersten Kilometern angesagt, weil der Elbradweg nun mal nicht für 1300 Läufer, die da gleichzeitig lang wollen, geeignet ist. Aber das gehört dazu zu Oberelbe, außer man ist ganz schnell und kann vornweg laufen, was mir leider nicht vergönnt ist. Also links rechts vorbei, durchgeschlüpft, schräg gehüpft und vorbei geflitzt und möglichst nicht den eigentlichen Laufrhythmus verlieren. Martina und Heidrun folgten mir bis ca. km 5 durch das Getümmel. Heidrun war akustisch auch immer gut zu erkennen, am Vorderfussschlappschritt. Inzwischen war das Feld ausreichend auseinander gezogen, so dass man vernünftig geradeaus laufen konnte. Der Blick auf die Uhr zeigte mir einen guten 5min pro km Schnitt, d.h. ich war trotz Slalom auf Plan. Bis km 10 hatte ich auch Laufpartner gefunden, zwei ältere Herren. Der eine wollte eigentlich den Marathon rennen, konnte aber die letzten Wochen nicht trainieren. Ich war immer noch gut dabei, die ersten 10km unter 50min, das sah wirklich vielversprechend aus. Also weiter und locker bleiben. Ein Gel kurz vor der Hälfte runtergeschluckt, das sollte die Energie für den Heimweg liefern. Aber irgendwie wollte die Wirkung nicht so schnell wie gewünscht eintreten und so liefen km 11 und 12 nicht ganz optimal, was ich auch daran merkte, dass auf einmal einige Leute von hinten vorbeikamen. Dann entdeckte ich meine Füße als Laufmotor und das ging richtig gut. Hohe Frequenz, kurze Schritte und ich holte mir alle wieder, die mich vorher überholt hatten. Außerdem wurde das Wetter immer besser, die Sonne lugte sogar durch die Wolken und wärmte den Rücken. Bis zum Blauen Wunder ging’s locker, leicht und schnell, danach wurde es erwartungsgemäß schwieriger. Trotz der netten Hinweise des Streckenreporters auf die Schlösser an den Elbhängen, macht es die Weite des Geländes nicht gerade einfach. Erstaunlicherweise gab es jetzt sogar Rückenwind, ein völlig ungewohntes Gefühl, aber sehr hilfreich. Die Beine taten weh und der Wille wurde schwächer. Der Blick auf die Uhr trieb mich weiter, ich konnte mein Ziel immer noch erreichen. Johannstädter Biergarten, der schlimmste Teil war geschafft, noch 4 km bis ins Ziel. Albertbrücke, kleiner Zickzacklauf, noch 3 km. Terrassenufer, ein Bekannter vom Triathlon, da noch vorbei und weiter, noch 2 km. Augustusbrücke, leichter Anstieg , das tut weh, noch 1 km. Fotostelle, Haltung annehmen, Brust raus, Arme mit korrekter körpernaher Führung 76.5° gewinkelt, soll ja locker und leicht aussehen. Nur lächeln hatte ich vergessen. Mist. Vorbei am Landtag, Aufblas-Tor mit der erfreulichen Botschaft “noch 500m bis ins Ziel”. Quäl dich! Marienbrücke, ah, der Eingang ins Steyer-Stadion, Klasse, es ist gleich vorbei. Halbe Stadion-Runde, keine Kraft mehr für einen Sprint, rein ins Ziel. Puh, ich bin fertig, aber glücklich, beim Blick auf die Uhr. 1:45:58, knapp über meiner Bestzeit und das so zeitig im Jahr. Martina mit 1: 46: 58 (Respekt!!!) und Heidrun 1:47:53 kamen nur kurz danach und Petra hat auch ihr Ziel erreicht, unter 2 Stunden zu bleiben. Also alles in allem ein sehr erfolgreicher und schöner Wettkampf. |
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