Chicago- Marathon 2006 |
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| Datum: | 22.10.2006 | Strecke: | Marathon | ||||||||||||||||||||||
| Ort: | Chicago, Illinois | weitere Strecken: | - | ||||||||||||||||||||||
| Internetadresse: | www.chicagomarathon.com | ||||||||||||||||||||||||
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Ein Bericht von Kerstin Zillich und Stefan |
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4.500 Meilen für 26,2 MeilenIm Januar erfuhr Kerstin von Dr. Melzer vom Dresdner Laufsportladen, dass der Förderverein Hamburg-Chicago für den Marathon in Chicago Gastplätze anbietet. Kerstin fragte mich daher, ob ich Lust hätte Chicago zu laufen und ich sagte spontan zu. So nahm unser Abenteuer “Chicago 2006” langsam Konturen an. Nach der Anmeldung zum Marathon und Bestätigung dieser, buchten wir unsere Flüge im März. Alles verlief bis dahin reibungslos, bis Stefan sich im Juni eine Verletzung zuzog, welche ihn zu einer ungewollten Pause zwang. Während Kerstin weiter erfolgreich an Läufen zur Bezirksrangliste teilnahm, ging Stefan zur Physiotherapie und hoffte auf baldige Genesung. Im September startete Stefan wieder mit kurzen Läufen und konnte diese nach und nach steigern. Ende September konnte Stefan mit Kerstin nach langer Zeit wieder einen drei Stunden Lauf schmerzfrei absolvieren. Nachdem wir den Jetlag bis zum Dienstag überwunden hatten, genossen wir die Zeit bis zum Start am Sonntag. Neben Museen, Einkaufen und Sightseeing nahmen sich unsere Gasteltern viel Zeit für uns. Einem Eishockeyspiel der Chicago Blackhawks gegen die Montreal Canadiensn folgte der Besuch des Aboredeum Parks. Dies ist ein ca. 6,5 km² großer Park in welchem Bäume aus aller Welt zu sehen sind. Am Freitag gingen wir zur Expo, wo unsere Gasteltern und wir unsere Startunterlagen für den Lauf empfingen. Alles war bestens organisiert. Nach einem gemeinsamen Nudelessen wurden wir mit unserem Gepäck nach Geneva zu Lisa und Chris gebracht. Sie nahmen uns für die kommende Woche auf, weil Tom und Diana kurzfristig Besuch bekamen und unser Zimmer benötigt wurden. Auch hier wieder die für uns nicht alltägliche Gastfreundschaft. Am Samstag trafen wir das erste Mal auf einer Nudelparty die Organisatoren vom Förderverein Hamburg-Chicago in Belmont. Neben vielen Hamburgern waren auch Läufer aus Berlin, München und Sachsen vertreten. Sonntagmorgen um 4 Uhr früh klingelte der Wecker und nach einem kleinen Fruehstuck fuhren wir in die Stadt. Als wir den Parkplatz vor dem Hilton Hotel erreichten, wimmelte es schon von Läuferinnen und Läufern. Nach letztmaligen aufsuchen der Toilette ging es zum umziehen ins Victorie Tent am Zielbereich. Wir hatten zum Glück VIP-Tickets und kamen daher in den exklusiven Genuss, uns in einem beheizten Zelt umziehen zu können, was bei 4 Grad und viel Wind sehr angenehm war. Um 7:45 Uhr gingen wir zu unseren Pacemakern. Kerstin hatte sich für die 4 h und ich für die 3h 55 min Variante entschieden. Wir hofften beide, dass wir unser selbstgestecktes Ziel nicht zu hoch angelegt hatten. Um 08:00 Uhr leitete die Nationalhymne der USA den Start ein. Nicht schlecht. Der Tross der Läuferinnen und Läufer setzte sich langsam in Bewegung und verlief durch das rege Interesse an den Pacemakern in einem sehr gleichmäßigen Tempo. Die Streckenführung war sehr abwechslungsreich. Neben den Strassen mit den hohen Wolkenkratzern, deren Spitzen sich zu diesem Zeitpunkt noch in Nebel hüllten, lernten wir auch die verschiedenen Stadtteile kennen. Die Begeisterung der Zuschauer an der Strecke kannte keine Grenzen. Insbesondere beim passieren der Halbmarathonmarkierung sowie in Little Italie und Chinatown. Da uns Lisa Namensschilder angefertigt hatte, wurden wir an den Verpflegungspunkten persönlich angesprochen. Auch ein “Good job Kerstin” oder “Good Luck Stefan” hörten wir mehrfach von den Zuschauern. Durch die Angaben der gelaufenen Meilen bzw. Kilometer und die regelmäßigen elektronischen Zeitangaben alle 5 km verging der Lauf wie im Flug. Ab Meile 24 (Kilometer 39) stieg die Spannung mit welcher Zeit werden wir das Ziel erreichen. Wer konnte, mobilisierte seine letzten Reserven während andere nur noch gehen konnten. Wir beiden Durchläufer liefen und liefen. Die letzten 600 Meter erforderten noch einmal alles. Es ging über die Roosevelt Brücke nach links abbiegend auf die Zielgerade in den Columbus Drive. Jetzt waren es nur noch 200 Meter. Getragen von den auf den Tribünen sitzenden enthusiastisch anfeuernden Zuschauern, schwebten wir wegen den Zielfotos erhobenen Hauptes ins Ziel. Sogar die Sonne schien etwas und machte aus 5 dann doch noch 6 Grad. Nach Aushändigung der Medallien genossen wir die exklusiven Speisen sowie die Massage im Victory Tent. Tom holte uns dann am späten Nachmittag ab und fuhr mit uns zum Irish Castle nach Beverlly. Hier fand das Abschlussessen des Foerdervereins statt. Dieser hatte entsprechende Räume zur Verfügung gestellt bekommen und wir wurden wieder bestens versorgt. Christof Lichtenfeld, der Organisator des Foerdervereins, bedankte sich bei allen Gasteltern und deren Gästen für das hervorragende miteinander. Montagmorgen trafen sich all diejenigen die wollten zu einer Bootstour auf dem Lake Michigan mit anschließendem Besuch eines Museums, in welchem bedeutende Glasfenster aus aller Welt ausgestellt wurden. Bis zum Abflug am Samstag haben wir es uns gut gehen lassen und genossen die Gastfreundschaft von Lisa und Chris. Fazit: Der Chicago-Marathon ist, einer der Extraklasse. Die lange Reise lohnt sich.
Unser gemeinsamer Dank gilt: Dem Foerderverein Hamburg –Chicago. Insbesondere Gerhard Freesman und Christoph Lichtenfeld. Dr. Melzer vom Dresdner Laufsportladen Diana und Tom Mulka aus Lisle Lisa und Chris aus Geneva Kerstin sagt Danke an Nadine und Mario Stefan sagt Danke und Respekt an Jonas und Judith Meinen Eltern Steffi und Linda Joseph Schmalzbauer, Heilpraktiker Berit Schreier, Physiotherapeutin
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