Duathlon Gymnasium Dresden-Plauen |
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| Datum: | 29. April 2006 | Strecke: | 100 km | |||||||||||||||||||
| Ort: | Rund um Dresden; Start: DD-Plauen | weitere Strecken: | ||||||||||||||||||||
| Internetadresse: | Duathlon | |||||||||||||||||||||
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Ein Bericht von Ralf Biesold und Steffen Förster |
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Einmal rund um Dresden bitte!Dresden-Plauen, 29.04.2006, 7:50 Uhr, 7 Grad, die Frisur sitzt (insbesondere bei Ralf), die Fahrräder sind gecheckt, die Renn- und Wechseltaktik ist besprochen, die ersten Mannschaften starten. Auf die Reise Rund um Dresden. Der XI. Duathlon über die Distanz von 100 km ist gestartet. Als 6.-platzierte des Vorjahres genießen wir das Privileg spät auf die Strecke geschickt zu werden, denn gestartet wird in umgekehrter Reihenfolge zur Platzierung des letzten Jahres mit einem Abstand von einer Minute. Die Dresdner Durchläufer sind mit einem Team, also 4 Fahrrädern und 5 Leuten am Start. Tilo, Bernd, René, Ralf und Steffen. Als Team 30 werden wir auf die landschaftlich schöne, läuferisch und fahrradfahrtechnisch anspruchsvolle Strecke gehen. Tilo ist der Startläufer und kämpft die ersten 3 km den Berg hinauf, Richtung Windberg. Der Rest der Mannschaft hat auch zu kämpfen, denn mit den Fahrrädern bergauf ist es nachweislich kein Erholung. Auf alle Fälle schluckt Tilo bereits die ersten Mannschaften die vor uns gestartet sind (kein Wunder bei seinem Trainingsstand). Am Anfang des Bahndammes der Windbergbahn wird das erste mal auf Ralf gewechselt und das Starterfeld wird weiter von hinten aufgerollt. Als nächstes wechselt Ralf auf Steffen und Steffen auf René und René auf Bernd und Bernd auf Tilo und Tilo auf ..................... so werden die 100 km in 3-Kilometer-Scheiben geschnitten. Irgendwann in Possendorf werden wir dann vom Skiklub Dresden Niedersedlitz stehen gelassen. Es herrscht auch zunehmend das durch diese Herrschaften bevorzugte Wetter. Die Temperaturen nähern sich dem Gefrierpunkt und ein leichter Regen hat eingesetzt – eben was für richtige Läufer. Es sind ja nur noch 70 Kilometer....... Die nächste Bergwertung steht an, es geht den Berg hinter der Bavaria-Klinik in Kreischa hinauf. Ein besonders steiler Anstieg. Der nächste Wechselkandidat muss hier einen ordentlichen Vorsprung gegenüber dem Läufer herausfahren um am Berg nicht vom eigenen Läufer abgehängt zu werden. Ralf ist der nächste Läufer und Tilo mit seinem Trainingsstand setzt ihn gehörig unter Druck. Richtung Pirna ballen sich die Mannschaften ordentlich und die Teams 20, 11, (Hasselhof, Plan:los) werden überholt, was sich natürlich als psychologisch sehr vorteilhaft erweist. Phantastisch kreative Namen, aber wir sind schneller „Ätsch!“. Negativ wirkt sich Team 31 „Die Ehemaligen“ aus, die uns von hinten mit Druck versorgen und nicht aus unserem Windschatten weichen, um sich dann doch kurz hinter Pratschwitz an uns vorbei zu schieben. Hinauf auf die andere Elbtalseite können wir kurz kontern, die sind aber einfach nicht mehr abzuschütteln. Was die Elbe da für ein Tal in die Landschaft gebastelt hat lässt sich eindrucksvoll beim Anstieg durch Graupa genießen, der einfach nicht enden will. Da möchte man lieber laufen, statt die Fahrräder bergan zu schieben. Die Mannschaftsteile werden an dieser Stelle komplett auseinander gerissen - Bergwertung der Kategorie 1A. Irgendwann vor Schönfeld sollte man sich dann wiedergefunden haben. Über Schönfeld und Weißig geht es in die Dresdner Heide „Die Ehemaligen“ immer in Sicht- und Schlagweite aber auch ein wenig uneinholbar. Das Prießnitztal hinab liefern wir uns das eine oder andere Duell mit anderen Mannschaften. In Klotzsche angekommen wird die Streckenführung durch die Junge Heide und Hellerau erfahrungsgemäß verwinkelt und komplex. Unser Team zerfällt in zwei Teile. René und Steffen laufen und fahren den offiziellen Weg, während Tilo, Ralf und Bernd nach der eingelegten Kuchenpause nicht wieder aufschließen und zusammen mit einigen anderen Teams, eine Ehrenrunde über Boxdorf antreten. Bei 2 km freier Landstraße, Schneeregen und Temperaturen um Null Grad ein echter Leckerbissen. Über Handy wird die Wiedervereinigung gesteuert, die dann in Radebeul gelingt. Der anfängliche Nieselregen hat sich seit geraumer Zeit in einen Regen gewandelt, die Schuhe sind durch, keine trockene Stelle mehr am Körper und es ist phantastisch kalt (Der Wetterbericht meint, zu kalt für die Jahreszeit. Dieser Meinung schließen wir uns an.). Auf dem Elberadweg geht es über die Brücke nach Niederwartha und dann folgt eine weitere Bergwertung der Kategorie 1A. Diesmal darf Ralf laufen und Steffen vorausfahren. Auf dem Oberwarthaer Höhenzug angekommen erwarten uns noch schlaffe 3 Grad und Regen, „sibirischer Frühling“!. Gegen den Regen, gegen die Kälte und gegen Muskelkrämpfe kämpfend geht es über das ungastliche Hochplateau von Unkersdorf und Kesseldorf. Der Wunsch endlich anzukommen und den klimatischen Wirren unter die Dusche zu entschwinden, lässt uns noch härter kämpfen. Auch „Die Ehemaligen“ sind wieder in Sichtweite und haben offensichtlich noch einen Grund mehr auf das nahe Ende des Rennens zu hoffen - wir kommen........ Nach 6:48 Stunden sind wir da wo wir losgelaufen sind. Wir haben Dresden ein weiteres mal umrundet, sind glücklich und ein klein wenig fertig und ein bisschen unterkühlt. Der Kuchen im Ziel schmeckt außerordentlich gut und lässt sich phantastische mit dem heißen Tee kombinieren. 29.04.2006, 15:05 Uhr, Dresden-Plauen, die Frisur ist egal, die Fahrräder sind dreckig, die Wechseltaktik hat funktioniert, fünf stolze Dresdner Durchläufer haben ihren 6. Platz verteidigt, andere Mannschaften sind noch auf der Strecke und das bei dem Wetter! Aber: Wer heute nicht aufgibt ist ein Sieger! |
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