2. Froschlauf durch die Biehlaer Nacht 2006

   
Datum: 24. Juni 2005 Strecke: 9,6 km
Ort: Biehla bei Kamenz weitere Strecken: -
Internetadresse: www.wirinderlausitz.de    

Art des Laufes: - Besonderheiten/ Kommentare:
Anspruch: -
Lauf in die Nacht

 

Stimmung: -
Organisation: -
Verpflegung:  
Startgeld: -
Wetter: -

Ein Bericht von Jana Hänsel

Biehlaer Froschlauf, na das klang ja schon mal interessant. Dazu kam noch die außergewöhnliche Startzeit von Freitag 21:33 Uhr, etwa genau zum Sonnenuntergang. Also alles in allem ein vielversprechender Wettkampf. Und eine Überraschung kam noch dazu, nämlich die Teilnehmerzahl. Sage und schreibe ca. 460 Starter für die 9,6 km. Wahnsinn für einen Wettbewerb, der erst das zweite Mal stattfand. Aber wirklich richtig gut aufgezogen und es war fast alles am Start, was Rang und Namen hat in der Laufszene. Auch das Wetter war perfekt für die besondere Art dieser Veranstaltung.

Wie angekündigt, ging’s dann pünktlich mit dem Sonnenuntergang los.

Getrieben durch die vielen Läufer war das Tempo am Anfang ziemlich schnell, begünstigt durch die leicht bergab Der Froschverlaufende Strecke. Ich fühlte mich recht gut und konnte einige Läufer überholen. Vorbei an ein paar kleinen Seen und einzelnen quakenden Fröschen, die wohl extra für uns Läufer an den Wegesrand gesetzt wurden. Ab ca. km 4 rächte sich das hohe Anfangtempo und ich musste etwas kürzer treten. Auch die nächsten Kilometer wurde es nicht wirklich besser aber dafür immer dunkler. An kritischen Stellen saßen Streckenposten mit hellen Fackeln, so dass man sich nicht verlaufen konnte.

Zwischen Kilometer 7 und 9 war’s richtig schwer und dann kam auch noch Kerstin von hinten mit ihrem persönlichen “Antreiber”. Schon ca. 100 m hinter mir konnte ich hören, dass sie mich wohl gleich überholen wird. Gegenhalten konnte ich nicht mehr und auf einen Sprint am Ende brauchte ich auch nicht zu hoffen, dafür ist Kerstin einfach zu schnell. Also kam ich direkt hinter Kerstin als 21te Frau ins Ziel.

Jetzt konnte ich auch wieder meine Uhr erkennt und stellte erfreut fest, dass ich nur 44 min und 55sec für die 9,6km gebraucht hatte, so schnell war ich noch nie. Die Ehrung der Gesamtsieger war spektakulär mit Rauch und Tusch und Toaster, die für die Altersklassensieger weniger und es wurden leider auch nur die jeweils Ersten geehrt.

Bei so vielen Startern hätte ich da mehr erwartet. Na ja, kann ja nicht alles perfekt sein. Nächstes Jahr werde ich wohl wieder in die Biehlaer Nacht starten,

eine wirklich besondere Laufveranstaltung.

 

Nach optimaler Vorbereitung, einem gemeinsamen Nudelessen am Nachmittag fuhren Kerstin, Stefan und ich am Abend nach Biehla bei Kamenz. Das wirklich kleine Nest empfing uns mit toller Stimmung und gut vorbereitet auf ein doch recht ansehnliches Läuferfeld.

In Biehla trafen wir neun (!) weitere Durchläufer, darunter die komplette Familie Mannack, und dank unserer neuen Hemdchen konnten wir uns optisch auch bestens als Team präsentieren.

Nach gemeinsamer Erwärmung im Starterblock gab der ortsansässige Schützenverein um 21.33 Uhr, also bei Sonnenuntergang, den Startschuss. Und los ging’s auf eine herrliche, nur leicht hügelige 9,6 km Strecke rund um Biehla, durch Wälder, über Felder und vorbei an idyllischen Seen. Das Auge konnte also gut mitlaufen.

Wie immer auf solchen kürzeren Distanzen war das Läuferfeld sehr flott unterwegs und ich hatte so meine Not an unseren Durchläufern den Anschluss zu halten.

(Wer es noch nicht wusste – längerer Trainingsausfall rächt sich heftig.)

Es wurde rasch dunkel und damit romantisch, denn die Streckenposten zündeten Ihre Fackeln an. Dabei vergaßen sie nicht die vorbeiziehenden Läufer immer wieder anzufeuern. Besonders schön fand ich die Fackelallee auf der abschüssigen Zielgeraden.

Dort wartete Stefan, um mich noch einmal zu motivieren, auf den letzten Metern richtig Gas zu geben. Tolle Geste.

Im Ziel trafen wir uns alle wieder und konnten feststellen, dass doch mehrere von uns mit sehr guten Zeiten eingelaufen waren.

Sicher findet es Kerstin sehr in Ordnung, wenn ich an dieser Stelle Stefan noch einmal erwähne. Er verzichtete auf eine eigene Zielzeit und pushte Kerstin über die gesamte Strecke in einer tollen Zeit auf Platz 7. Ich kann vor Kerstins Leistungsentwicklung nur den Hut ziehen, ebenso vor Stefans Einsatz und Teamgeist.

Wir konnten vor Ort noch duschen und so wenigstens etwas von der sich anschließenden Party miterleben.

Für uns drei steht fest, dass wir im nächsten Jahr wieder dabei sind und dann auch Schlafsack und Zelt mitnehmen. Was soll ich als Empfehlung für diesen Lauf mehr sagen?

Kommt nächstes Jahr mit!

Lauftechnisch möchte ich noch ergänzen, dass über die gesamte Distanz jeder Kilometer beschildert war, es einen Getränkepunkt unterwegs gab und wir auch im Ziel gut versorgt wurden.

 


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